Dominic Thiem über Shot Clock: „Es ist noch ein Wirrwarr“

Nur zwei Tage nach seinem zweiten Finale bei den French Open hat Dominic Thiem in einem ausführlichen Pressegespräch Bilanz über seinen Auftritt bei Roland Garros 2019 gezogen. Während er von seiner Leistung in Paris Kraft für die Zukunft schöpft, hält er den Umgang​​​​​​ mit der Shot Clock auf der Profi-Tour bislang für unglücklich.

von Lukas Zahrer
zuletzt bearbeitet: 13.06.2019, 06:37 Uhr

„Ich bin wirklich zufrieden mit den zwei Wochen. Das Match gegen Djokovic war wahrscheinlich mein größter Karriereerfolg“, sagte Thiem am Dienstag über sein erstes Fünfsatzmatch bei Roland Garros.

Die Enttäuschung kam gleich tags darauf, als er Nadal im Finale in vier Sätzen unterlegen war. „Er spielte im Finale so gut wie noch nie zuvor gegen mich. Das ist ein riesiger Ansporn für mich, weiter ganz hart an mir zu arbeiten, um die Lücke zu ihm kleiner zu machen.“

Der Spanier schaffe es laut Thiem stets, in Paris „ein, zwei Gänge“ zuzulegen. „Ich bin aber zuversichtlich. Das Finale von 2019 ist kein Vergleich zum Vorjahr: Die ersten beiden Sätze waren auf Augenhöhe, bis zum nächsten Jahr muss ich es schaffen, das Level länger zu halten.“

French Open Finale: Thiem kritisiert Spielverzögerung

In den ersten beiden Sätzen des Paris-Finals war es auch, dass Thiem sich gegenüber seiner Box über die Spielverzögerung ärgerte. „Es dauert immer eine Stund' bis ein Punkt gespielt wird“, rief er gegen Ende des ersten Satzes.

Angesprochen von tennisnet auf die Situation, stellte Thiem klar: „„Ich habe mich nicht über Nadal geärgert. Er hat sich komplett an die Regeln gehalten und servierte immer, bevor die Shot Clock abgelaufen ist.“

Vielmehr habe sich sein Ärger gegen den Schiedsrichter gerichtet: „Er hätte das besser machen müssen. Er bestimmt, ab wann die Shot Clock läuft. Es gehört alles ein bisschen einheitlicher gemacht.“

Während ein Stuhlschiedsrichter die Shot Clock früher auslöse, läuft sie bei einem anderen erst später los. Vor allem nach Seitenwechseln kam es laut Thiem immer wieder zu Verzögerungen. „Es ist noch ein bisschein ein Wirrwarr, würde ich sagen“, fasste es der 25-Jährige zusammen.

Shot Clock: Ab 2020 bei allen ATP-Turnieren

Die sogenannte Shot Clock wurde bei den US Open 2018 erstmals auf der großen Bühne eines Grand Slams eingeführt. Die Spieler haben zwischen zwei gespielten Punkten 25 Sekunden Zeit, ehe die Aufschlagbewegung eingeleitet werden muss.

Sollte ein Spieler länger brauchen, muss er mit einer Verwarnung des Schiedsrichters rechnen. Sollte es auch danach zu weiteren Zeitüberschreitungen kommen, verliert der Aufschläger sein erstes Service. Die Shot Clock wird in der Saison 2020 auf allen Turnieren eingesetzt.

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von Lukas Zahrer

Donnerstag
13.06.2019, 09:55 Uhr
zuletzt bearbeitet: 13.06.2019, 06:37 Uhr

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