ITF gibt das Ende des „Silent Ban“ bekannt

Alle provisorischen Dopingsperren werden nun von der ITF unverzüglich öffentlich gemacht.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 23.08.2016, 14:52 Uhr

Die International Tennis Federation setzt ihre „proaktivere“ Politik gegen Doping fort und wird transparenter. Ab 1. September werden nun auch vorläufige Dopingsperren öffentlich gemacht. Warum dieser Schritt nötig war? Darauf gibt die ITF auf ihrer Webseite selbst eine Antwort. „Der Ruf des Programmes (Anmerkung: das Anti-Doping-Programm) und das Bild von Tennis wurde beschädigt durch Anschuldigungen, dass es Spielern erlaubt wurde, Sperren abzusitzen, ohne dass diese Sperren öffentlich gemacht wurden (sogenannte „Silent Bans“). Diese Regeländerung wird jede weitere ähnliche Anschuldigungen verhindern und so unseren Sport schützen.“

In der Vergangenheit wurde immer wieder darüber diskutiert, ob einige Spieler eine provisorische Sperre durch eine angebliche Verletzung kaschieren.So wurde Andre Agassi 1997 positiv auf das Methamphetamin Crystal Meth getestet, allerdings nicht gesperrt. Der US-Amerikaner log die ATP damals an, worauf die Spielerorganisation von einer Sperre absah.Marin Cilic,der im Jahr 2013 positiv auf das Stimulans Nikethamid getestet wurde, erfuhr vor seinem Zweitrundenmatch in Wimbledon von seiner positiven Dopingprobe und zog wegen einer angeblichen Knieverletzung aus dem Turnier zurück. Die Öffentlichkeit erfuhr erst einige Monate später von der vollzogenen Dopingsperre.Im Fall Maria Sharapovawurde das Dopingvergehen nur deshalb so früh öffentlich, weil sich die Russin selbst an die Öffentlichkeit gewandt hatte. Ansonsten hätte die ITF erst nach der Anhörung und der endgültigen Entscheidung die Öffentlichkeit informiert – drei Monate nach dem Geständnis von Sharapova.

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