"Drohungen und Beleidigungen erhalten": Diego Schwartzman spricht über Davis-Cup-Niederlage gegen Juniorenspieler

Die Niederlage von Diego Schwartzman im Davis Cup gegen einen Juniorenspieler hat für große Schlagzeilen gesorgt - und für einige Anfeindungen.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 20.09.2021, 22:09 Uhr

Diego Schwartzman steht in Roland Garros erneut im Viertelfinale
© Getty Images
Diego Schwartzman

Es gibt Tage, an denen gar nichts zusammenläuft - und jeder, der Tennis spielt, hat einen solchen wohl schon mal erlebt. Diego Schwartzman ging es beim Davis-Cup-Duell gegen Belarus so: Er verlor am vergangenen Wochenende mit 4:6, 3:6 gegen den völlig unbekannten Daniil Ostapenkov. Der 18-Jährige ist lediglich auf Platz 63 der Juniorenweltrangliste geführt, im ATP-Ranking taucht er noch gar nicht auf./

Während Schwartzmans Niederlage für großes Aufsehen im Tennisbereich sorgte, ging es dem guten Diego selbst anschließend gar nicht gut. "Es war einer der schlimmsten Tage meiner Karriere", erinnert sich Schwartzman gegenüber der argentinischen Zeitung La Nacion an die Ereignisse vom Samstag. "Ich habe gegen einen Spieler ohne Rang und ohne Erfahrung verloren. All das beeinflusst eine Menge. Obwohl 80 oder 90 Prozent der Leute immer ermutigend sind, gab es eine Minderheit, die mich mit schlechten Absichten kritisierte. Ich erhielt Drohungen, Beleidigungen und Aufforderungen, nicht nach Argentinien zurückzukehren. Das trifft mich, mehr oder weniger."

Schwartzman holt entscheidenden Punkt zum Sieg

Nach der Niederlage habe er ohnehin einen schwierigen Tag verlebt, erklärte Schwartzman weiter. Aber anstatt sich in seinem Zimmer einzuschließen, habe er versucht, sich geistig irgendwie fit zu bekommen, sei in die Lobby gegangen, habe Mate getrunken und den Masseur der Mannschaft gebeten, ihm die Haare zu schneiden. "Ich konnte nicht jammernd im Zimmer bleiben."

Offenbar mit Erfolg: Schwartzman holte am Sonntag mit einem 6:1 und 6:2 gegen Alexander Zgirovsky den entscheidenden dritten Punkt für das argentinische Team, das 4:1 besorgte Federico Coria mit einem 6:3, 6:1 gegen Ostapenkov. Argentinien ist damit für das Qualifikationsduell Anfang 2022 qualifiziert, da geht es dann um die Startplätze für das Finalturnier im Herbst.

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21.09.2021, 11:41 Uhr
zuletzt bearbeitet: 20.09.2021, 22:09 Uhr