Ein letztes Mal Riad? WTA Finals stehen vor einem Umzug
Die WTA Finals könnten in diesem Jahr letztmalig im saudischen Riad stattfinden. Die vereinbarte Laufzeit zwischen Veranstaltern und der WTA läuft in diesem Jahr aus. Taktisch ergibt das auch Sinn.
von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet:
30.03.2026, 20:56 Uhr

Wer sich in der Tenniswelt bewegt, der kommt bekanntlich an Ben Rothenberg nicht vorbei. Der US-Amerikaner ist einer der bekanntesten Namen unter den Tennisjournalisten und hat schon oft bewiesen, dass sein Netzwerk nicht nur groß, sondern auch verlässlich ist. Nun verkündet Rothenberg als Breaking News, dass die WTA Finals im kommenden Jahr umziehen werden und die saudische Hauptstadt Riad, die seit 2024 als Austragungsort fungiert, verlassen. Was zunächst unvorstellbar klingt, macht am Ende aber vielleicht doch Sinn.
Zunächst einmal zur Einordnung. Der gemeinsame Kontrakt der Turnierveranstalter und der WTA läuft nach drei Jahren in diesem Jahr aus. Ein Verzicht einer Verlängerung würde also bedeuten, dass es im kommenden Jahr ein neues Ziel für die besten acht Spielerinnen des Jahres geben wird. Eben davon will Ben Rothenberg gehört haben und bringt direkt Nordamerika als neuen Austragungsort ins Spiel.
Saudi-Arabien mit ATP Masters ab 2028
Ein Umzug der WTA Finals wäre ein klares Zeichen dafür, dass sich in Zukunft doch nicht alle sportlichen Highlights auf Saudi-Arabien beschränken. Das Königreich verfolgt im Tennis schon länger größere und auch langfristigere Ziele, wie der Einstieg bei der ATP im großen Umfang durch den Staatsfonds PIF gezeigt hat.
Die Ausrichtung der WTA Finals war zunächst ein guter erster Fingerzeig für die großen Taten die folgen sollten. Ab 2028 wird Saudi-Arabien ein ATP Masters ausrichten. Bei den meisten großen Turnieren ist der PIF als Sponsor präsent, dazu sind auch die ATP NextGen Finals seit einiger Zeit im Land zuhause. Da sind die WTA Finals als taktisches Mittel vielleicht gar nicht mehr so relevant. Eben weil auch nicht alles am selben Ort stattfinden kann.
Am Ende wird Ben Rothenberg also sicherlich richtig liegen mit seiner "Breaking News". Doch Saudi-Arabien wird auch aus dem WTA-Kosmos keinesweg verschwinden. Und auch die großen Namen um Sabalenka, Gauff und Swiatek werden sicherlich zukünftig den Weg nach Saudi-Arabien antreten. Notfalls für einen Six Queens Slam. Kleiner Spaß am Rande.
