WTA Charleston: Der letzte Klassiker auf grünem Sand

Vor einigen Jahrzehnten wurden sogar die US Open auf grünem Sand ausgetragen. Nun wird professionell auf höchster Ebene nur noch in Charleston gespielt.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 30.03.2026, 15:24 Uhr

Jessica Pegula wird auch in diesem Jahr auf dem grünen Sand in Charleston aufschlagen
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Jessica Pegula wird auch in diesem Jahr auf dem grünen Sand in Charleston aufschlagen

An diesem Montag startet in Charleston das traditionelle WTA-Tour-500-Turnier, es ist gewissermaßen auch das letzte seiner Art: Denn gespielt wird ja nicht auf dem roten, sondern auf dem dunkleren, türkisfarbenen Sand, wie er in Nordamerika auch in vielen privaten Clubs zu finden ist. Wer schon einmal selbst auf diesem Untergrund gespielt hat, der weiß: Die in unseren Breiten gebräuchliche Terre Battue ist nur ein ferner Verwandter jenes Geläufs, auf dem Jessica Pegula und Co. um den Titel streiten. 

Taylor Fritz hat das bei einer Visite in München mal beschrieben: Der amerikanische Sand sei viel gröber als das europäische Pendant. Was auch ein Grund sei, warum sich viele Amerikaner und Amerikanerinnen auf den Profi-Touren auf Sand so schwer tun. Der Einstieg erfolge einfach extrem spät, erklärte Fritz damals. Was auch erklärt, warum sich vor allem die Männer auf dem Sand in Roland-Garros so extrem schwer tun. Der letzte Champion aus den USA war Andre Agassi im Jahr 1999. 

Borg verliert US-Open-Finale gegen Connors

Der grüne Sand hat indes in den USA eine große Tradition. Von 1975 bis 1977 fanden auf diesem Belag sogar die US Open statt. Was zwei der größten Wühler jener Zeit auch auszunutzen wussten: Manuel Orantes (1975) und Guillermo Vilas (1977). Der Allergrößte Sandplatzspieler vor Rafael Nadal, Björn Borg, musste sich dagegen 1976 in Forest Hills im Finale Jimmy Connors geschlagen geben. 

In Charleston leidet das aktuelle Turnier wie gewohnt unter der terminlichen Nähe zum 1000er in Miami. In der Vergangenheit haben dennoch einige Legenden Eingang in die Siegerinnen-Liste gefunden: Serena Williams gleich drei Mal, dazu noch Schwester Venus und auch Angelique Kerber.
 

von Jens Huiber

Montag
30.03.2026, 19:00 Uhr
zuletzt bearbeitet: 30.03.2026, 15:24 Uhr