Emma "Columbo" Raducanu: "Coaching-Karussell" aufgrund zu vieler Fragen?

Emma Raducanu hat das Rätsel ihrer vielen Trainerwechsel offenbar gelöst.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 21.10.2023, 06:29 Uhr

Emma Raducanu am Donnerstag in Indian Wells
© Getty Images

Die Britin, Sensations-US-Open-Siegerin aus 2021, hat mittlerweile fünf Trainer in zwei Jahren "verschlissen" - zuletzt hatte sie sich im Juni von Sebastian Sachs getrennt. Zuvor waren Nigel Sears, Andrew Richardson (unter dem sie in New York gewann), Torben Beltz und Dimitri Tursunov an der Seite der 20-Jährigen tätig./

Raducanu geht bei ihren Trainern offenbar vor wie einst TV-Inspektor Columbo: mit vielen Fragen. Das erklärte sie nun gegenüber der BBC. "Ich stelle meinen Trainern viele Fragen", sagte sie. "In bestimmten Situationen konnten sie mir keine Antworten geben. Vielleicht ist das der Grund für die Trennungen."

Raducanu erklärte, schon immer so gewesen zu sein. "Das habe ich immer schon getan. Ich stelle viele Fragen an meine Trainer und bringe sie zum Nachdenken. Ich bin niemand, dem man einfach sagen kann, was er tun soll und der es dann tut. Ich muss es verstehen, und dann setze ich es um."

Raducanu plant Comeback in 2024

Raducanu hatte nach ihrem US-Open-Erfolg nicht an ihre Leistungen anknüpfen können, auch aufgrund langwieriger Verletzungen. Im Frühjahr nun hatte sie sich an beiden Handgelenken und am Sprunggelenk operieren lassen und bereitet sich aktuell auf ihr Comeback vor. Das soll mit dem Beginn der neuen Saison starten.

"Ich werde wohl mit einem sehr niedrigen Ranking zurückkehren", so Raducanu. "Aber ich freue mich eigentlich darauf, noch mal neu anzufangen, von vorne." Sie habe dabei neue Ziele und Dinge im Blick, die sie erreichen wolle. "Ich habe noch 15 Jahre in meiner Karriere vor mir, also besteht kein Grund zur Eile."

Ihr schneller Ruhm sei teilweise problematisch gewesen, gab Raducanu zu. "Insgesamt geht es mir viel besser, ich habe das Gefühl, dass es jetzt Teil meines Lebens ist. Es geht nicht nur um Tennis und Fitness, sondern auch um die andere kommerzielle Seite, und das ist völlig in Ordnung", fügte sie hinzu - schließlich müsse man auch an die Zeit nach der Karriere denken. Viele erfolgreiche Sportler hätten das nicht getan. "Aber am Ende des Tages haben Tennis und Training für mich Priorität."

Mit ihrem Sieg in Flushing Meadows war Raducanu die erste Britin seit Virginia Wade in 1977, die bei einem Majorturnier gewonnen hat.

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Samstag
21.10.2023, 09:55 Uhr
zuletzt bearbeitet: 21.10.2023, 06:29 Uhr

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