Emma Raducanu im Queen´s-Club-Finale: Zum Glück ist gerade Fußball-WM!
Emma Raducanu könnte heute erst ihren zweiten Titel überhaupt gewinnen. Und damit die Erwartungen für Wimbledon wieder hochschrauben. Zum Glück gibt es aktuell Ablenkungen.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
13.06.2026, 22:17 Uhr

Ja, es ist heute noch ein Endspiel gegen Donna Vekic zu bestreiten im Londoner Queen´s Club. Aber die bisherige Turnierwoche war für Emma Raducanu doch schon höchst erfreulich. Dass die Lokalmatadorin mit nur einem weiteren Sieg tatsächlich den Titel holen kann, das war angesichts des starke besetzten Hauptfelds mit Elena Rybakina an der Spitze nicht zu erwarten..
Zu wünschen wäre es Raducanu allemal, knapp fünf Jahre nach ihrem großen Triumph in Flushing Meadows endlich zum zweiten Karriere-Titel zu kommen. Die Zeit seither war geprägt von vielen Verletzungen. Und noch mehr Wechseln auf der Trainerposition.
Raducanu wohl keine Mitfavoriten in Wimbledon
Das ist in der britischen Tennis-Öffentlichkeit nicht unbemerkt geblieben. Weil eben alles, was Emma Raducanu betrifft, eine Nachricht wert ist. Und sollte es heute tatsächlich mit dem großen Coup im Queen´s Club klappen, dann würden die Erwartungen in Hinblick auf eine gute Performance in Wimbledon wohl wieder in unangenehme Höhen wachsen.
Die gute Nachricht in dieser Hinsicht könnte sein, dass aktuell die Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA die erhöhte Aufmerksamkeit der Sportfans genießt. Zumal das englische Team unter dem deutschen Coach Thomas Tuchel zu den Mitfavoriten auf den Titel zählt. Es wäre der erste seit 1966.
Zur Mitfavoriten in Wimbledon würde sich Emma Raducanu wohl selbst im Falle eines Titelgewinns heute nicht zählen. Wobei gerade auf Rasen ja mehr Überraschungen möglich zu sein scheinen als auf anderen Belägen. Siehe dazu die letzten drei Siegerinnen bei den Frauen: Barbora Krejcikova, Marketa Vondrousova und Iga Swiatek - die während ihrer Karriere auf der WTA-Tour bis 2025 in Wimbledon immer mit Problemen zu kämpfen hatte.
Hier das Einzel-Tableau im Queen´s Club
