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Erste Bank Open: Herwig Straka - "Ein Investment für die Zukunft"

In einer abschließenden Pressekonferenz bilanziert Turnierdirektor Herwig Straka über die Erste Bank Open. Der Österreicher spricht über die Herausforderungen während der Organisation, das Ausscheiden von Novak Djokovic und die nächsten Stopps der ATP-Tour. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 01.11.2020, 12:54 Uhr

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Herwig Straka blickt trotz allem auf erfolgreiche Erste Bank Open zurück
Herwig Straka blickt trotz allem auf erfolgreiche Erste Bank Open zurück

Von Michael Rothschädl aus der Wiener Stadthalle 

Ein letztes Hurra des öffentlichen Lebens sollten die Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle für die nächsten Wochen darstellen. 1000 Fans konnten das Endspiel zwischen Andrey Rublev und Lorenzo Sonego noch live vor Ort verfolgen, ehe sich Österreich ab Dienstag in einen erneuten Lockdown verabschiedet. "Die Welt hat in dieser Woche auf Wien geschaut. Hier hat es noch ein Turnier mit Zuschauern gegeben, etwas, das es jetzt lange nicht mehr zu sehen geben wird", erklärte Herwig Straka in einer abschließenden Pressekonferenz. 

"Normalerweise würden wir jetzt neue Rekordzahlen präsentieren, heute sind wir aber froh und demütig, dass es uns gelungen ist, die Erste Bank Open durchzuführen", erklärte der Turnierdriektor. Straka betonte, welch große Herausforderungen mit der Austragung einhergegangen wären. Zähe Verhandlungen mit Sponsoren und Partnern und viele Aufs und Abs hätte es im Vorfeld zu bewältigen gegeben. 

Erste Bank auch 2021 Sponsor

Auch Thomas Schaufler vom Turnierhauptsponsor, der Erste Bank, sieht die Situation als paradox an: "Wir hatten das beste Spielerfeld, aber die wenigsten Zuschauer. Das ist natürlich traurig. Dennoch blicken wir auf eine sehr gute Zusammenarbeit zurück und werden auch 2021 wieder als Hauptsponsor dabei sein", erklärte Schaufler. In dieselbe Kerbe schlägt auch Herwig Straka: "Wir sind stolz, dass wir gemeinsam alle Herausforderungen gemeistert haben und gemeinsam eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt haben." 

Dass es trotz des tollen Spielerfeldes und der großen medialen Resonanz eine Veranstaltung war, die rote Zahlen schreiben wird, daraus macht der Turnierdirektor unterdessen keinen Hehl: "Das ist eine Investition in die Zukunft. Wenn wir nächstes Jahr die gleiche Situation haben würden, dann könnten wir es nicht machen, das würden wir finanziell nicht aushalten", so der Österreicher. 

Djokovic-Aus "entbehrlich"

Ob es denn Förderungen und finanzielle Unterstützung von staatlicher Seite gegeben hatte, musste Straka indes verneinen: "Auch, wenn ich mich sehr bemüht habe, sind wir mit mit allen Förderquellen durch den Rost gefallen. Wir werden jetzt einen Strich ziehen und dann sehen, welche Bilanz wir ziehen können", so der Manager von Dominic Thiem. "Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr ein normales Turnier veranstalten können", betonte auch Schaufler.

Die Speerspitze eines starken Teilnehmerfeldes in Wien bildete in diesem Jahr der Weltranglisten-Erste, Novak Djokovic. Mit der Art des Ausscheidens des Serben ist Straka jedoch nicht ganz einverstanden: "Es ist jetzt kein Platz, um nachtragend zu sein, wir haben weiterhin eine gute Beziehung. Die Art, wie er gespielt hat, und die anschließende Pressekonferenz waren entbehrlich. Das war einer Nummer eins nicht würdig." 

"Australian Open finden statt"

Neben seinem Dasein als Turnierdirektor bei den Erste Bank Open ist Straka auch im Board der ATP vertreten. Der Österreicher gab am Rande der Pressekonferenz deshalb auch Auskunft über die bevorstehenden Turniere: "Australien ist hochkompliziert wegen den Einreisebedingungen. Es wird wohl alles in Melbourne, beziehungsweise im Bundesstaat Victoria, stattfinden. Der ATP Cup steht bei 50:50, die Australian Open werden sicher stattfinden", so der Österreicher. 

Schwieriger werde es da schon im Februar, wenn die Turniere in Südamerika auf dem Programm stehen: "Da ist die Situation nicht so rosig, wir arbeiten aber bereits an Ersatzszenarien", so Straka. Während des ATP-Masters-1000-Events von Paris-Bercy soll außerdem das Schicksal der beiden Masters-Turniere von Indian Wells und Miami geklärt werden. "Wir hoffen, dass diese Notfalls auch ohne Zuschauer ausgetragen werden können. Und dann hoffen wir natürlich, dass die Situation irgendwann besser wird."

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