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Erste Bank Open: Novak Djokovic über Hintergründe der Sonego-Niederlage - "Nicht wirklich in der Laune, zu spielen"

Novak Djokovic hat am Freitag gegen Lorenzo Sonego die deutlichste Zwei-Satz-Niederlage seiner Karriere einstecken müssen. Mit etwas Abstand hat der Weltranglisten-Erste nun verraten, was seine Leistung derart negativ beeinflusst haben soll. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 31.10.2020, 14:00 Uhr

Novak Djokovic musste gegen Lorenzo Sonego die deutlichste Zwei-Satz-Niederlage seiner Karriere einstecken
Novak Djokovic musste gegen Lorenzo Sonego die deutlichste Zwei-Satz-Niederlage seiner Karriere einstecken

Von Michael Rothschädl aus der Wiener Stadthalle

2:6 und 1:6 - die Bilanz eines vollkommen verkorksten Tennisnachmittags für Novak Djokovic. Während es viele für ein seltenes Zeichen der Menschlichkeit - der Serbe ist also doch für einen Normalsterblichen zu besiegen - erachteten, streute der Weltranglisten-Erste mit seiner ersten Reaktion auf das überraschende Ausscheiden durchaus berechtigte Zweifel: "Ich habe erreicht, wofür ich hergekommen bin", sollte Novak Djokovic. Ja, er könne durchaus gut mit der Niederlage leben. 

Wie am späten Freitagabend bekannt wurde, wäre es aber ein Geschehnis im Vorfeld der Partie gewesen, das den Serben negativ beeinflusst hätte: Bereits am Vormittag hatte der Branchenprimus ein Foto von Amfilohije Radovic, einer wichtigen Person innerhalb der serbisch-orthodoxen Kirche, gepostet, welcher am Freitagmorgen im Alter von 83 Jahren verstorben war. "Ja, dies ist ein sehr trauriger Tag", sagte Djokovic gegenüber Tennis Majors. "Ich hatte das Privileg und die Ehre, ihn getroffen zu haben, einige Zeit mit ihm zu verbringen und die schöne Energie zu spüren, die er besaß."

Djokovic mit Blick auf die ATP-Finals

Auf die Frage, ob ihn diese Nachricht denn beeinträchtigt hätte, meinte Djokovic: "Ja, um ehrlich zu sein, war ich nicht wirklich in der Laune, zu spielen." Die traurigen Nachrichten hätten durchaus einen Einfluss auf ihn gehabt, nicht aber einen derart großen, dass er gar nicht hätte spielen können. "Ich bin mit einem Ziel nach Wien gekommen, und ich habe es erfüllt. Das war zugegebenermaßen ein sehr seltsamer Tag, aber es ist, was es ist. Ich mache weiter und schlage ein neues Kapitel auf", erklärte der 33-Jährige. 

Er würde nun ein paar Tage mit seiner Familie verbringen, würde in seine Heimat Serbien zurückkehren. "Darauf freue ich mich", so Djokovic. Dann ginge es aber auch schon an die Vorbereitung für das letzte Saisonhighlight für den erfolgshungrigen Serben - die Nitto-ATP-Finals. Das am Montag startende ATP-Masters-1000-Event hatte Djokovic bekanntermaßen abgesagt, um in Bestform und ausgeruht zum Saisonfinale der besten acht Spieler des Jahres reisen zu können. "Ich werde alles tun, um mich gut darauf vorzubereiten. Ich habe eine Chance auf den Titel, die besten Acht werden dort sein."

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