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Erste Bank Open: Novak Djokovic - "Wien lebt aufgrund von Spielern wie Dominic Thiem für Tennis"

Novak Djokovic wird als Nummer eins in die am heutigen Montag startenden Erste Bank Open gehen. Der Serbe sprach in der Eröffnungspressekonferenz über seine Erinnerungen an Wien, seine Ambitionen mit Blick auf die Weltrangliste und die Erwartungen an das Event. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 26.10.2020, 12:13 Uhr

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Novak Djokovic gilt bei den Erste Bank Open als der Topfavorit
Novak Djokovic gilt bei den Erste Bank Open als der Topfavorit

Von Michael Rothschädl aus der Wiener Stadthalle

"Guten Tag, schön hier zu sein", begrüßte der Weltranglisten-Erste, Novak Djokovic, die versammelten Medienvertreter bei der Eröffnungspressekonferenz bei den Erste Bank Open. "Mein Deutsch ist leider nicht so gut", legte der Serbe noch nach, besann sich daraufhin aber darauf, seine Antworten in der ihm deutlich vertrauteren englischen Sprache zu geben. 

Es ist das erste Mal seit exakt dreizehn Jahren, dass der Branchenprimus in der österreichischen Bundeshauptstadt aufschlagen wird. Eine Entscheidung, die auf den ersten Blick überraschend, auf den zweiten jedoch durchaus durchdacht erscheint. Mit gerade einmal zwei Siegen bei den Erste Bank Open hätte Djokovic nämlich die Nummer-eins-Position in der Weltrangliste bis Jahresende sicher - zum sechsten Mal in seiner Karriere. Damit könnte der Serbe in diesem Vergleich zum bislang alleinig führenden Pete Sampras aufschließen.

Ein weiterer Rekord, dem sich der Serbe natürlich bewusst ist: "Selbstverständlich möchte ich das Jahr als Weltranglisten-Erster beenden. Pete Sampras ist ein Kindheitsidol von mir, es ist eine der größten Challenges im Sport, das Jahr als Nummer eins zu beenden", so der Serbe. Dass dies ein weiteres Vergleichskriterium in der schon lange geführten GOAT-Debatte - mit Nadal, Federer und Djokovic in den Hauptrollen - ist, davon will der 33-Jährige unterdessen aber recht wenig wissen: "Diese Diskussion sollen andere führen." 

Hoffnung auf Traumfinale gegen Thiem

Nichtsdestotrotz macht der Branchenprimus wenig Hehl aus der Tatsache, dass es ganz bestimmte Ziele sind, die der Serbe in dieser Phase seiner Karriere verfolgt. Und dazu zählen nunmal auch die Wochen an der Spitze der ATP-Charts, in denen Djokovic schon bald der alleinig Führende werden könnte, sollte er diese Position bis zum März nächsten Jahres halten. Dass ziemlich exakt gleich lang das von der ATP aufgrund von COVID-19 ins Leben gerufene "Frozen Ranking" gelten wird, sieht der Serbe für sich nur als Vorteil. "Für mich ist das natürlich super, weil ich in Australien einige Punkte zu verteidigen gehabt hätte", so der Serbe. "Natürlich ist es einer meiner größten Ziele, die meisten Wochen als Nummer eins zu haben." 

Ein deutlich kurzfristigeres - aber natürlich auch ungleich kleineres Ziel - Djokovics ist nun der Titelgewinn bei den Erste Bank Open. "Ich freue mich darauf, mich hier mit den Besten der Welt zu messen", erklärte der Serbe. Er habe nur großartige Erinnerungen an seinen letzten Auftritt in Wien, als er auch prompt den Titel mit nach Hause nehmen durfte. "Es ist ein tolle Stadt. Wien lebt aufgrund von Spielern wie Dominic Thiem, Thomas Muster oder auch Barbara Schett fürs Tennis", war der Branchenprimus voll des Lobes für die Hauptstadt der Alpenrepublik. "Es ist auf jeden Fall eines der besten Turniere in dieser Kategorie." 

Auftakt gegen Landsmann Krajinovic

Mit dem größten Konkurrenten auf den Titel in der Wiener Stadthalle hat der Weltranglisten-Erste unterdessen bereits die erste Trainingssession hinter sich, legte am Vormittag eine Einheit mit Dominic Thiem am Centre Court ein: "Wir haben mit einer so hohen Intensität trainiert, es hat sich angefühlt wie ein Endspiel", scherzte Djokovic wenig später auf der Pressekonferenz. "Ich hoffe natürlich, dass wir hier gegeneinander spielen können, weil ich glaube, dass sich auch die Fans ein Finale zwischen der Nummer eins und der Nummer zwei des Turniers wünschen." Bis dahin werde es aber ein sehr weiter und steiniger Weg, denn in Wien gebe es ein "enorm starkes Feld", wie Djokovic betonte. 

Ein Weg, der für Djokovic gegen Landsmann Filip Krajinovic starten wird. Was Djokovic, wie dieser zugab, ziemlich überraschte. Vor wenigen Tagen hätte er nämlich erst mit seinem Landsmann trainiert, damals hätten sie noch gescherzt, sie könnten doch auch in Wien aufeinandertreffen. Nun hat es das Los also so ergeben. "Filip muss doch mit dir telefoniert haben", scherzte Djokovic daraufhin in Richtung Turnierdirektor Herwig Straka, der zusammen mit Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler auch an der Pressekonferenz teilnahm. Aber ernsthaft, die Quoten seien "sehr gering gewesen", dass zwei von gerade einmal drei Serben im Teilnehmerfeld zueinander gelost wurden. "Wir sind sehr gute Freunde, kennen uns schon lange. Er ist ein sehr talentierter Spieler, der ein sehr hohes Tempo spielen kann. Wir haben eigentlich ein sehr ähnliches Spiel", so Djokovic über seinen Auftaktgegner. 

Hier könnt ihr nachlesen, was Dominic Thiem in der Eröffnungspressekonferenz zu sagen hatte. 

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