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Erste Bank Open: Vier Satzbälle abgewehrt! Nervenstarker Novak Djokovic schlägt Borna Coric

Novak Djokovic hat auch die zweite Hürde bei den Erste Bank Open gemeistert. Der Weltranglisten-Erste besiegte Borna Coric mit 7:6 (11) und 6:3 und bewies dabei einmal mehr seine Nervenstärke. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 28.10.2020, 20:08 Uhr

Novak Djokovic gab sich gegen Borna Coric keine Blöße
Novak Djokovic gab sich gegen Borna Coric keine Blöße

Von Michael Rothschädl aus der Wiener Stadthalle

Eine kleine aber feine serbische Delegation hat sich am Mittwochabend in die Wiener Stadthalle, um ihrem Nationalhelden Novak Djokovic bei der Arbeit zuzusehen. Die Unterstützung von den Rängen konnte der Weltranglisten-Erste gut gebrauchen, wartete mit Borna Coric doch ein Spieler, der sich in den letzten Wochen insbesondere auf Hartplatz in bestechender Verfassung präsentierte. Diese sollte der Kroate auch in der Anfangsphase dieses Matches unter Beweis stellen, Coric startete aufschlagstark, blieb in den Rallyes geduldig und setzte im richtigen Augenblick seine starke Vorhand in Szene. Aber auch Novak Djokovic präsentierte sich in seinen Aufschlagspielen sattelfest, bis zum neunten Game des ersten Satzes gab es entsprechend keine Breakchancen zu verzeichnen. 

Djokovic erneut nervenstark

Dann aber streute Novak Djokovic den ein oder anderen Fehler zu viel ein, Coric fand zwei Breakchancen vor. Diese konnte der Weltranglisten-Erste aus Serbien aber beide vereiteln. Selbes Kunststück gelang dem Serben auch in seinem nächsten Aufschlagspiel, als er eine Breakchance nach einem langen Grundlinienduell abzuwehren vermochte. Da sich Borna Coric in diesem Auftaktsatz auf eine teils großartige Aufschlagsleistung verlassen konnte, musste folglich ein Tiebreak die Entscheidung bringen. Dieses sollte sich zu einer irren Nervenschlacht entwickeln - Borna Coric fand gleich vier Satzbälle vor, Djokovic konnte diese allesamt mit teilweise großartigen Bällen abwehren. Und so war es wie so oft der Serbe, der in diesen engen Momenten die besseren Nerven bewies und sich mit seinem dritten Satzball den ersten Durchgang sicherte. 

Die folgenden Minuten waren nahezu eine Kopie Novak Djokovics erstem Auftritt in der Wiener Stadthalle. Erneut konnte der Serbe den Schwung des knapp gewonnenen Satzes mitnehmen, erneut konnte er recht früh in einem Aufschlagspiel den Druck auf seinen Kontrahenten erhöhen, und erneut sollte dies wenig später mit dem Break belohnt werden. Das sollte sich der 33-Jährige nicht mehr nehmen lassen, Djokovic hatte sogar zwei Chancen, ein weiteres Break nachzulegen. Zwar vergab der Serbe diese, bei eigenem Aufschlag blieb er aber souverän und konnte so beim Stand von 3:5 drei weitere Break- und damit Matchbälle herausspielen, von denen er letzteren nach etwas mehr als zwei Stunden auch verwandeln konnte. 

Djokovic zieht mit Sampras gleich

"Es war ein sehr enges Match, war sehr herausfordernd", erklärte Djokovic an seinen Erfolg. "Er hat sehr stark serviert, das Tiebreak hat wie bereits gestern das Match entschieden. Er hatte beim Stand von 6:5 einen machbaren Passierball. Ich habe versucht, fokussiert zu bleiben und mein Spiel durchzuziehen." Und dann gab es auch ein paar dankende Worte in seiner Muttersprache an die serbischen Fans. Die diese mit neuerlich lautem Jubel honorierten. 

Damit hat Novak Djokovic einen weiteren Rekord aufgestellt. Da Rafael Nadal nämlich nicht beim ATP-250-Event in Sofia starten wird, beendet der Serbe nun offiziell das Jahr auf dem ersten Weltranglistenplatz. Und da er das zum sechsten Mal in seiner Karriere tut, zieht er in diesem Vergleich mit Pete Sampras gleich, der diesen Rekord lange einsam halten konnte. Da es aber Djokovics großes Ziel ist, auch die meisten Wochen an der Spitze der ATP-Charts zu erreichen, plant der Serbe, sich in Wien einen komfortablen Polster auf seine Verfolger rauszuspielen. Der nächste Gegner auf dieser Mission heißt entweder Hubert Hurkacz oder Lorenzo Sonego und ist wohl ein weitaus dankbarerer, als er es noch heute war. 

Hier geht´s zum Draw der Erste Bank Open.

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28.10.2020, 20:02 Uhr
zuletzt bearbeitet: 28.10.2020, 20:08 Uhr

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