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Erster Nadal-Gegner in Paris: Burgsmüllers Match für die Geschichtsbücher

Sandplatzkönig Rafael Nadal wird in diesem Jahr bei den French Open fehlen. 115 Matches hat er dort bestritten, das erste vor 18 Jahren - gegen: Lars Burgsmüller.

von SID
zuletzt bearbeitet: 21.05.2023, 16:41 Uhr

Lars Burgsmüller
Lars Burgsmüller

Lars Burgsmüller hatte eine Vorahnung. Klar, sagte der frühere deutsche Davis-Cup-Spieler, "ich würde es ihm wünschen. Aber aufgrund der körperlichen Gebrechen, der Verletzungen befürchte ich, dass er es nicht mehr bis zum Titel schafft". Eine Einschätzung, die Rafael Nadal letztlich teilte und in diesem Jahr seine Reise zu den French Open absagte.

Das Aus des spanischen Topstars für Paris und dessen angekündigtes Karrierende für das kommende Jahr sind dieser Tage das ganz große Thema der Tenniswelt, die ab der kommenden Woche nach Paris blicken wird. Dort gewann Nadal als gerade 19-Jähriger seinen ersten von 22 Grand-Slam-Titeln und danach weitere 13 Male den Coupe des Mousquetaires. Auf dem außerordentlichen Erfolgsweg spielt Burgsmüller eine besondere Rolle.

Erster Nadal-Gegner Burgsmüller ist mittlerweile Oberarzt

Lars Burgsmüller ist 47 Jahre alt, Oberarzt in einem Essener Krankenhaus. Aber, gute Frage vielleicht für "Wer wird Millionär?": Burgsmüller ist auch der erste Spieler, gegen den Nadal bei seiner Premiere in Roland Garros Ende Mai 2005 antreten musste. Als er von der Auslosung erfuhr, "war ich nicht so begeistert, man hörte ja schon von allen Seiten: Das ist der nächste Große", erinnerte sich Burgsmüller im vor der Nadal-Absage geführten SID-Gespräch.

Zuvor hatte Burgsmüller in Indian Wells schon einmal gegen Nadal gespielt, er unterlag in zwei Sätzen. Seine Erkenntnis aus diesem Match: "Er ist direkt von null auf hundert, er gibt sofort Vollgas und spielt den ersten Ball wie den letzten. Man muss jeden Ballwechsel gefühlt dreimal gewinnen, um den Punkt zu machen."

Erstes-Nadal-Match in Paris: Mittlerweile als Highlight abgespeichert

Das versuchte er also auch vor der großen Grand-Slam-Kulisse, am Ende hieß es aber 1:6, 6:7 (4:7), 1:6 nach 1:45 Stunden. Burgsmüller wurde erst mit Abstand bewusst, dass es ein Match für die Geschichtsbücher war: "In dem Moment und vor allem, als ich das Spiel verloren hatte, war ich nicht begeistert."

Längst hat es Burgsmüller aber als ein "Highlight" seiner Karriere gespeichert - wie seinen Turniersieg 2002 in Kopenhagen, wie das Match in Wimbledon gegen Andre Agassi oder die zwei Duelle mit Roger Federer.

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Sonntag
21.05.2023, 15:30 Uhr
zuletzt bearbeitet: 21.05.2023, 16:41 Uhr

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