"Es sollte 45 sein, nicht 40": Gauff hält Tennis-Zählsystem für unlogisch
Coco Gauff steht beim WTA 1000-Turnier in Rom im Finale und trifft dort am Samstag auf Elina Svitolina. Bei einer Pressekonferenz in der italienischen Hauptstadt sprach die US-Amerikanerin im Vorfeld des Finales über einen Aspekt des Tennis, der ihrer Meinung nach "keinen Sinn ergibt".
von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet:
16.05.2026, 14:24 Uhr

Konkret hat Gauff etwas am einzigartigen Tennis-Zählsystem auszusetzen. Von einer Reporterin gefragt, welche Änderungen im Tennis sie gerne vornehmen würde, meinte die Weltranglisten-Dritte: "Wenn ich etwas an der Punktevergabe ändern könnte? Vielleicht die Art, wie die Spiele 15:0 oder 30:0 ausgehen. Das ergibt für mich keinen Sinn. Es ist so schwer, das anderen zu erklären. Es steht 15:30, geht aber bis 40. Warum?“
Geht es nach Gauff, sollte in Zukunft anders gezählt werden. „Es sollte schrittweise gehen. Es sollte 45 sein, nicht 40“, so die Anregung der 22-Jährigen.
“Quarante” statt “quarante-cinq”
Warum im Tennis tatsächlich bis 4o gezählt wird und nicht bis 45, hat übrigens vor allem einen praktischen Grund. Da Tennis auf das französische Spiel "Jea de Paume" zurückgeht, wurde ursprünglich auf Französisch gezählt. Und da das französische Wort für 45 („quarante-cinq“) den Schiedsrichtern auf Dauer zu lang wurde, wurde zur Vereinfachung auf „quarante“ (40) verkürzt.
Die Zählweise mit 15, 30 und 45 wiederum folgte einfach dem Ziffernblatt einer Uhr, bei der die 60 Minuten in vier Abschnitte geteilt wurden. Durch eine Verkürzung von “45” auf “40” ließ sich also möglicherweise auch der Umstand besser erklären, warum beim Stand von 40:40 nicht gleich der nächste Punkt über den Spielgewinn entschied, sondern danach noch ein Punkt zu spielen war.
Coco Gauff wird sich wohl darauf einstellen müssen, dass diese Tradition im Tennis trotz ihres Änderungsvorschlages fortgeführt werden wird. Ihr Spielniveau sollte dies ohnedies nicht weiter beeinträchtigen. Am Samstag geht es für die US-Amerikanerin gegen Elina Svitolina um den Turniersieg beim WTA 1000-Turnier in Rom.
Hier das Einzel-Tableau in Rom
