Zverev will sich zu neuen Vorwürfen von Ex-Freundin nicht äußern

Seine Ex-Freundin Olga Sharypova hat Alexander Zverev erneut physische und psychische Gewalt während der Beziehung vorgeworfen. Die deutsche Nummer eins wird bis auf weiteres dazu nichts sagen.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 06.11.2020, 18:27 Uhr

Olga Sharypova
© Getty Images
Olga Sharypova erneuerte die Vorwürfe an Alexander Zverev

Es bleibt weiterhin unruhig um Alexander Zverev: Während der derzeit beste deutsche Tennisspieler auf dem Court mit herausragenden Leistungen für Furore sorgt, gibt es abseits des Platzes alles andere als erfreuliche Nachrichten für den 23-Jährigen: Seine Ex-Freundin Olga Sharypova betonte in einem Gespräch mit Racquet Mag erneut, dass Zverev in der Beziehung neben der psychischen Vereinnahmung öfters handgreiflich geworden sei.

"Er hat versucht, mich mit einem Kissen zu erwürgen. Ich habe mehrmals versucht, aus dem Raum zu rennen, aber er hat mich nicht gelassen. Am Ende konnte ich mich befreien und rannte barfuß mit einem Telefon davon", hatte die Russin bereits vor einigen Tagen über einen Vorfall vor Beginn der US Open 2019 gesagt.

Nachdem sie von Kindheitsfreund Vasil Surduk und dessen Stiefmutter überzeugt worden war, zu Zverev zurückzukehren, sollte es Angaben von Sharypova zufolge aber noch schlimmer werden: "Ich habe ihm wirklich vergeben, weil die Leute mich überzeugt haben. Ich habe gedacht, dass ich wirklich verrückt sein könnte und nicht verstehe, was ich mache und tun soll. Dann sind wir nach Genf gefahren."

Sharypova spritzte sich Insulin

Am Rande des Laver Cups 2019 habe die Gewalt dann ein neues Ausmaß angenommen. "Das war das erste Mal, dass er mir ins Gesicht geschlagen hat", so Sharypova. Es sei sogar so weit gegangen, dass sie sich nach diesem Streit das Leben nehmen wollte. 

"Ich habe verstanden, dass ich so nicht mehr leben kann. Ich habe sein Insulin genommen. Ich habe gewusst, dass eine gesunde Person durch Insulin sterben kann. Ich hab es mir injiziert und keine Angst gehabt. Ich wollte nur auf irgendeinem Weg weg von hier", so Sharypova. Zverev und ein Turnierverantwortlicher konnten sie schließlich jedoch überzeugen, aus dem Badezimmer zu kommen und Tabletten einzunehmen, um dem Insulin entgegenzuwirken.

Es ist schwierig, darüber zu reden.

Olga Sharypova

"Es ist schwierig, darüber zu reden. Es war wirklich die Hölle", meinte Sharypova. Nach vielen Gesprächen mit Freunden und ihren Eltern gehe es der Russin nun aber besser: "Gott sei Dank bin ich am Leben, Gott sei Dank bin ich jetzt glücklich und Gott sei Dank ist das jetzt hinter mir." Das endgültige Ende der Beziehung zwischen ihr und Zverev sei allerdings erst nach dem Turnier in Peking 2019 gekommen - eine Geschichte, über die sie erst in Zukunft reden wolle.

Zverev weist Vorwürfe zurück

Rechtliche Schritte gegen Zverev wolle Sharypova indes nicht einleiten: "Ich will nichts von ihm." Vielmehr gehe es ihr darum, auf Gewalt in Beziehungen aufmerksam zu machen und so zu helfen: "Ich will jedem zeigen, dass die Geschichte am Ende des Tages ein gutes Ende nehmen kann."

Zverev und auch dessen Management wollten sich zu den neuerlichen Vorwürfen nicht äußern. Bei der Pressekonferenz nach seinem Auftaktsieg in Paris-Bercy hatte der Weltranglistensiebente jedoch gemeint, dass die Aussagen Sharypovas "nicht wahr" seien. Alles andere habe er bereits auf Instagram erklärt. Zverevs neuer Berater Bela Anda teilte auf Anfrage des SID mit Verweis auf genau dieses Instagram-Statement vergangene Woche mit: "Alexander Zverev steht weiter zu seinen dort gemachten, klarstellenden Äußerungen."

Hier kommt ihr zum gesamten Artikel im Raquet Mag.

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zuletzt bearbeitet: 06.11.2020, 18:27 Uhr

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