Fall Peng Shuai: Djokovic, Navratilova, King applaudieren der WTA

Die Entscheidung der WTA, wegen des Falls Peng Shuai bis auf weiteres die Turniere in China auszusetzen, wird auch von Novak Djokovic, Martina Navratilova und Billie-Jean King unterstützt.

von SID/red
zuletzt bearbeitet: 02.12.2021, 08:41 Uhr

Novak Djokovic ist auf der Seite der WTA
© Getty Images
Novak Djokovic ist auf der Seite der WTA

Novak Djokovic (34) unterstützt im Fall Peng Shuai die Turnierabsagen der WTA in China und macht sich Sorgen um die Gesundheit der Spielerin. "Ich unterstütze die Haltung der WTA voll und ganz, weil wir nicht genug Informationen über Peng Shuai und ihr Wohlergehen haben", sagte die Nummer eins der Welt am Rande des David Cups in Madrid und fügte hinzu, dass die Gesundheit von Peng Shuai für die Tenniswelt von "größter Bedeutung" sei. 

Djokovic hatte sich bereits im vergangenen Monat hinter die Drohung der WTA gestellt, die lukrativen Geschäftsbeziehungen mit China wegen des Falles zu kappen. "Ich denke, die Position der WTA ist sehr mutig", sagte der Serbe. Die Frage, ob die ATP nachziehen wird, ist indes noch nicht geklärt. Wird in Spielerkreisen aber offenbar schon diskutiert.

Navratilova nimmt das IOC in die Pflicht

Die WTA hatte in diesem Jahr elf Veranstaltungen in China geplant, bevor sie wegen der Coronavirus-Pandemie verlegt oder abgesagt wurden. Die Wiederaufnahme der Turniere ist nun auf Eis gelegt, wie Steve Simon, Vorsitzender der Spielerinnen-Organisation, am Mittwochabend bekannt gab. Unterstützung für diese Maßnahme kam auch von Martina Navratilova, einer der größten Spielerinnen aller Zeiten. Navratilova forderte im selben Atemzug auch das IOC auf, ähnlich wie die WTA zu handeln.

Dass auch Billie-Jean King auf der Seite von Steve Simon und der WTA steht, ließ die legendäre US-Amerikanerin ebenfalls über Twitter wissen.

Peng Shuai (35) hatte Anfang November in dem Twitter-ähnlichen Medium Weibo berichtet, vom ehemaligen chinesischen Vizepremier Zhang Gaoli sexuell missbraucht worden zu sein. Der Eintrag wurde ebenso gelöscht wie zahlreiche Internet-Einträge über Peng, von der danach mehr als zwei Wochen jede Spur fehlte. Spätere Äußerungen wertete die WTA als unter Zwang getätigt. Auch ein Gespräch mit IOC-Präsident Thomas Bach, das im Internet veröffentlicht wrde, trug nicht zur Entspannung bei, im Gegenteil.

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von SID/red

Donnerstag
02.12.2021, 11:45 Uhr
zuletzt bearbeitet: 02.12.2021, 08:41 Uhr

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