Federer über Fonseca: „Er hat eine spezielle Aura!“
Roger Federer hat sich bei seiner Pressekonferenz in Melbourne auch über die Aussichten von Joao Fonseca geäußert.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
16.01.2026, 07:28 Uhr

Roger Federer und Joao Fonseca haben - theoretisch zumindest - abseits des Tennisplatzes eine geschäftliche Verbindung. Federer ist Anteilseigner jenes Unternehmens, das den jungen Brasilianer ausrüstet. Und nebenbei den Laver Cup als Sponsor begleitet. Eben dort haben sich der Maestro und Fonseca im vergangenen Herbst zum ersten Mal persönlich gesehen. Dieses Treffen hat Roger Federer wohl beeindruckt, wie er bei seiner Pressekonferenz am Donnerstag in Melbourne ausführte.
„Ich hoffe, dass seine Einstellung nicht die ist, dass er die dritte Kraft hinter Carlos und Jannik werden möchte, sondern dass er der Beste werden möchte“, erklärte Federer. „Was ihn einzigartig macht, ist seine Power. Er hat eine spezielle Aura und scheint ein sehr netter Kerl zu sein. Ich genieße es, ihm zuzusehen.“
Fonseca könnte in Melbourne auf Sinner treffen
Dazu gäbe es auch Parallelen zwischen dem jungen Federer und dem jungen Fonseca: „Auf eine gewisse Art und Weise erinnert er mich an mich selbst: Er braucht noch Zeit um sich zu verbessern und zu lernen, wie man den Rhythmus wechselt. Wenn er das herausgefunden hat, ist der Himmel das Limit.“
Im vergangenen Jahr hat Joao Fonseca in Buenos Aires ja sein erstes Turnier auf ATP-Ebene gewonnen, später in der Saison in Basel, der Heimatstadt von Roger Federer, erstmals bei einem 500er zugeschlagen. Hier und da ist der Teenager aber auch an seine Grenzen gestoßen - wie etwa in Roland-Garros gegen Jack Draper. Am Ende der Spielzeit hatte sich der Newcomer aber bis unter die besten 30 Spieler der Welt vorgearbeitet.
Das neue Jahr hat für Fonseca mit zwei Absagen begonnen: Denn der Rücken macht ihm aktuell Probleme. Bei den Australian Open wird er dennoch an den Start gehen. Und könnte dort in Runde drei auf Jannik Sinner treffen. Jenen Mann also, dessen Niveau er gemäß Roger Federer unbedingt anpeilen sollte.
