Kasachstan führt im Davis Cup mit 2:1

Andrey Golubev und Aleksandr Nedovyesov gelingt tatsächlich der Sieg über die Olympiasieger Roger Federer und Stanislas Wawrinka.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 05.04.2014, 17:08 Uhr

Wer hätte das gedacht? Nach dem zweiten Tag imDavis-Cup-Viertelfinale zwischen der Schweiz und Kasachstan, führen die krassen Außenseiter aus Kasachstan tatsächlich mit 2:1. Vor knapp 15.000 Zuschauern in Genf verlorenRoger FedererundStanislas Wawrinkadas Doppel nahezu sensationell mit 4:6, 6:7 (5), 6:4, 6:7 (6) gegenAndrey GolubevundAleksandr Nedovyesov.

Golubev/Nedovyesov grundsolide

Der Tag begann sogleich denkbar schlecht für die Schweizer, als Federer gleich das allererste Aufschlaggame im Match abgeben musste. Dies lag allerdings vor allem auch an der verbesserungswürdigen Netzleistung seines Partner Wawrinka, der während der gesamten Partie über gehemmt wirkte. Die grundsolide agierenden Kasachen, bei denen sowohl Golubev als auch Nedovyesov einen bärenstarken Tag erwischten, nutzen dies immer wieder aus und gingen letztendlich auch nicht unverdient mit 2:0-Sätzen in Führung. Die Schweizer vergaben in Satz zwei allerdings eine 5:2-Führung und bei 5:3 auch noch ein 30:0 bei eigenem Service.

Wende bleibt aus

Im fünften Game des dritten Durchganges schafften die Olympiasieger von Peking 2008 dann das wichtige Break zum 3:2. Federer/Wawrinka spielten den Satz in der Folge souverän nach Hause und das Publikum glaubte an eine Wende. Genau danach sah es gegen Ende des vierten Satzes auch aus, als es wieder ohne Break in einen Tiebreak ging. Obwohl die Schweizer beim Stand von 5:6 ein 0:30 und einen hart umkämpften Ballwechsel überstehen mussten, führten sie kurz darauf im Tiebreak mit 3:0. Auch ein Satzball beim Stand von 6:5 brachte Federer/Wawrinka jedoch nicht den Satzausgleich, als ein Lob von Federer knapp im Aus landete. So waren es die überglücklichen Golubev und Nedovyesov, die bei 7:6 gleich ihren ersten Matchball verwerteten, als Golubev den am Netz postierten Wawrinka abschoss.

Brisanter letzter Tag

Die Dramaturgie am morgigen Sonntag könnte also kaum größer sein. Zunächst wird der sich auch heute nicht in Topform befindende Wawrinka auf Mikhail Kukushkin treffen. Im Head-to-head mit der Nummer eins der Kasachen steht es 1:1. Besonders brisant dabei: Das letzte Duell ging ebenfalls im Davis Cup im Jahre 2010 in fünf Sätzen an Kukushkin. Damals gewann Kasachstan übrigens das Gesamtduell gegen die Schweiz mit 5:0 und sorgten für den Abstieg der Eidgenossen aus der Weltgruppe. Verhindern kann eine weitere Niederlage nur ein Sieg Wawrinkas. Tritt dieser Fall ein, spielt Federer im letzten und alles entscheidenden Einzel gegen Golubev um den Einzug ins Davis-Cup-Halbfinale. Andernfalls wäre es Kasachstan, die sensationell in ihre erste Vorschlussrunde überhaupt einziehen würden.(Text: chst)

Hier die Ergebnisse vom Davis Cup.

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Samstag
05.04.2014, 17:08 Uhr