Finale bei den US Open! Peya/Soares greifen nach erstem Grand-Slam-Titel

Der rot-weiß-rote und der südamerikanische Doppelspezialist haben schon jetzt ihren bisher größten Karriereerfolg sicher.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 05.09.2013, 22:25 Uhr

Auch die Wimbledon-Finalisten sind gestoppt: Alexander Peya und Bruno Soares haben bei den US Open in New York sensationell den Einzug ins Endspiel geschafft. Der Wiener und der Brasilianer schlugen am späten Donnerstagabend (nach MESZ) die zehntgesetzten Ivan Dodig (Kroatien) und Marcelo Melo (Brasilien) nach 1:23 Stunden Spielzeit mit 7:5, 6:4. Im Kampf um den totalen Triumph warten nun die auf vier gereihten Leander Paes (Indien) und Radek Stepanek (Tschechien). Der 40- und der 34-Jährigebesiegten durch eine Leistung der Sonderklasse absolut überraschend die topgesetzten Bob und Mike Bryanund verdarben den US-Zwillingen damit vor deren Heimpublikum den historischen Kalender-Grand-Slam.

Erst am 11. August hatten Peya/Soares beim ATP-Masters-1000-Event in Montreal (Kanada) ihren bisher größten Turniersieg gefeiert, auf Grand-Slam-Ebene war bislang das Halbfinale bei den French Open in Paris das beste gemeinsame Ergebnis. Nun aber haben die beiden mit dem Finaleinzug ihren größten Karriereerfolg sowie 230.000 Dollar Preisgeld und 1200 ATP-Punkte sicher. Um weitere 230.000 Dollar und 800 Zähler geht es darum, wenn die beiden am Sonntag nach dem Titel greifen. Die Chancen stehen gar nicht so schlecht, Peya/Soares haben das einzige Duell mit Paes/Stepanek nämlich gewonnen: Im Oktober 2012 setzten sie sich im Finale des ATP-World-Tour-500-Turniers in Peking (China) mit 6:3, 7:6 (5) durch.

„Es fühlt sich unglaublich an“

Mit Julian Knowle 2007 und Jürgen Melzer 2011 haben bereits zwei Österreicher in jüngster Vergangenheit die US Open gewonnen. Peya könnte nun also der dritte werden – dank einer neuerlich äußerst starken und kompakten Vorstellung des 33-Jährigem mit seinem 31-jährigen Partner. Die beiden starteten mit einem Break perfekt, die Führung hielt aber nur bis zum 4:4. Doch bei 5:5 schlugen Peya/Soares zu, nahmen Dodig/Melo erneut das Service ab. Nach 44 Minuten fixierte Soares mit einem fantastischen Volley-Stopp den Gewinn des ersten Satzes. Im zweiten Durchgang mussten Peya/Soares bei 1:2 und 2:3 je einen Breakball abwehren und schnappten sich anschließend zum 4:3 selbst den entscheidenden Vorsprung.

Peya/Soares brachten ihren Vorteil souverän über die Distanz, nach zwei weiteren gewonnen Aufschlagspielen war der Sieg schon in trockenen Tüchern. „Es fühlt sich unglaublich an, das ist ein Moment für die Ewigkeit“, erklärte Soares unmittelbar nach Matchende beim Interview auf dem Platz. „Wir freuen uns auf das Finale und werden alles geben.“ Das wird sicher auch nötig sein. Die Erfahrung spricht auf jeden Fall ganz klar für Paes/Stepanek, auch mit solchen Situationen. Für Paes ist es bereits das 16. Grand-Slam-Endspiel seiner Laufbahn. Den letzten seiner sieben Major-Titel holte er bei den Australian Open 2012 mit Stepanek, für den es der erste Triumph bei der damals dritten Finalteilnahme auf allerhöchster Ebene war.

(Text: MaWa; Foto: GEPA pictures)

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Donnerstag
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