Foro Italico: Gut und schön - aber wo ist das Dach?

Am heutigen Mittwoch musste beim 1000er in Rom der Spielbetrieb wegen Regens länger unterbrochen werden. Dabei hätte man in Rom doch sicher die Mittel, wenigstens einen Court wetterfest zu machen.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 06.05.2026, 20:53 Uhr

Grundsätzlich ist das Foro Italico natürlich bildschön - solange es nicht regnet
© Getty Images
Grundsätzlich ist das Foro Italico natürlich bildschön - solange es nicht regnet

Man muss nicht in München wohnen, um zu wissen, dass die ATP dem traditionellen Turnier beim MTTC Iphitos die Aufwertung in die 500er-Kategorie im Grunde nur unter der Auflage gewährt hat, dass man Bitteschön auch ein überdachtes Stadion bauen möge. Das ist in Angriff genommen worden, die Planung steht, fertig soll das Teil dann 2028 sein. 

Bei allem Respekt für die Münchner: Das 1000er-Masters im Foro Italico ist dann noch einmal ein ganzes Level drüber. Und er Italienische Tennisverband schwimmt im Geld. Die Frage ist also: Warum hat man es bislang nicht geschafft, wenigstens einen der Courts zu überdachen?  

Der Autor spricht aus eigener Erfahrung: 2019, als das Turnier noch innerhalb einer Woche durchgezogen wurde, hat es einen ganzen Tag einfach wegberegnet. Das Ergebnis waren Doppelschichten auch für die ganz großen Stars, als es dann am kommenden Tag wieder trocken war. Roger Federer hat den ersten Teil einer solchen geleistet. Und sich dann aber freiwillig aus dem Turnier zurückgezogen.  

Auch Miami hat Probleme mit dem Regen 

Der Blick auf die anderen Austragungsorte der Masters-Serie zeigt indes, dass Rom bei den Outdoor-Events nicht alleine ohne Dach über den Köpfen dasteht. Gut, in Indian Wells regnet es selten, in Cincinnati bräuchte man das Dach eher zur Kühlung denn zur Abwehr von Regen. In Miami dagegen hat die auffrischende Nässe auch in diesem Jahr schon für Probleme gesorgt, Monte-Carlo blieb davon verschont. Auf der sicheren Seite ist man lediglich in Madrid, wo in der Caja Magica gleich drei wettersichere Courts zur Verfügung stehen. 

Auf zwei Dinge kann Rom indes bauen: Zum einen auf die Ausdehnung der Veranstaltung auf zwölf Tage, da sollte sich ein Spielplanchaos wie vor sieben Jahren vermeiden lassen. Und dann natürlich der Umstand, dass auf Sand gespielt wird, der nicht so regensensibel ist wie der Hartplatz in Miami. Gerade in diesem Punkt könnten die Römer aber auch nach München schielen: Denn keine Aschenplätze auf der gesamten ATP-Tour vertragen heftigen Niederschlag besser als die Courts bei den BMW Open. 

 
 

von Jens Huiber

Mittwoch
06.05.2026, 21:20 Uhr
zuletzt bearbeitet: 06.05.2026, 20:53 Uhr