Nächste Verletzung: "Einbeiniger" Musetti lässt Paris-Start offen
Im Vorjahr spielte Lorenzo Musetti auf Sand groß auf. Zwölf Monate später macht dem Italiener der eigene Körper einen Strich durch die Rechnung. Der Start bei den French Open wackelt.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
13.05.2026, 13:40 Uhr

Carlos Alcaraz? Verletzt. Novak Djokovic? Ohne Spielpraxis. Im Schatten von Jannik Sinner und Alexander Zverev hätte in der diesjährigen Sandplatzsaison eigentlich die Stunde von Lorenzo Musetti schlagen können. Doch der 24-Jährige hat derzeit andere Sorgen, als um die größten Titel im Tennissport mitzuspielen.
Seit den Australian Open in Melbourne, wo Musetti im Viertelfinale bei klarer Führung gegen Novak Djokovic aufgeben musste, bekommt der Italiener seinen Körper nämlich nicht in den Griff. Waren es Down Under noch Adduktorenprobleme am rechten Bein, machte ihm in Rom ein Muskelproblem im linken Quadrizeps zu schaffen.
Musetti kommt nicht auf Touren
“Ich habe hier auf einem Bein gespielt und hatte Angst, mein linkes Bein zu belasten”, erklärte Musetti nach seiner krachenden Achtelfinalniederlage gegen Casper Ruud. “Ich entschuldige mich für meine Vorstellung. Ich war heute nicht in der Lage, mich im Wettkampf zu behaupten.”
Für Musetti setzte sich mit der Niederlage gegen Ruud eine besorgniserregende Serie fort. Bei nun vier Sandplatzurnieren in dieser Saison (Monte-Carlo, Barcelona, Madrid und Rom) kam er nie über das Viertelfinale hinaus. Angesichts seiner körperlichen Probleme ist nun sogar der Start bei den French Open (24. Mai bis 7. Juni) fraglich.
“Ich muss Untersuchungen machen lassen, um zu verstehen, wie es Richtung Paris weitergeht. Mental ist es schwierig, unter solchen Bedingungen konkurrenzfähig zu sein. Ich hatte in meiner Karriere noch nie so viele Verletzungen”, sagte Musetti. Im Vorjahr erreichte der Italiener in Roland-Garros das Halbfinale.
Musetti fällt aus den Top Ten
“Ich hoffe, dass die Untersuchungsergebnisse positiv ausfallen, damit ich mit einer anderen Einstellung nach Paris fahren kann”, meinte Musetti, der nach dem Turnier in Rom aus den Top Ten fallen wird. “Ich weiß, dass ich nach Paris eine Phase haben werde, in der ich versuchen kann, die verlorenen Punkte wieder aufzuholen. Aber die Priorität bleibt, mich gut zu fühlen.”
“Eine einzige Erklärung” für die anhaltenden Probleme habe er nicht, so Musetti. “Es waren viele kleine Verletzungen in wichtigen Momenten, die mich mental und körperlich beeinträchtigt haben. Ich werde weiter daran arbeiten, damit das nicht wieder passiert.”
Hier das Einzel-Tableau in Rom
