French Open 2026: Zeynep Sönmez nach Sturz über Werbe-Aufsteller verletzt
Die Werbe-Aufsteller in Roland-Garros sorgen derzeit für große Diskussionen. Zeynep Sönmez musste im Doppel nach einem Sturz aufgeben.
von SID
zuletzt bearbeitet:
29.05.2026, 23:25 Uhr

Unschöne Bilder bei den French Open: Die türkische Hoffnungsträgerin Zeynep Sönmez hat ihr Zweitrundenmatch in der Doppelkonkurrenz von Paris nach einem Unfall verletzungsbedingt aufgeben müssen. Die Doppelpartnerin der Deutschen Tatjana Maria stürzte über einen der bereits zuvor umstrittenen Werbe-Aufsteller. "Ich habe den Platz mit zwei Stichen und einem geprellten Knie verlassen", schrieb sie später in den Sozialen Medien: "Die Sicherheit der Spieler muss an oberster Stelle stehen."
Sönmez hatte versucht, einen hohen Ball noch zu erreichen. Beim Zurücklaufen stolperte sie über den Aufsteller mit Sponsoren-Aufschrift und prallte von dort gegen die Bande des Courts. Wenig später mussten sie und Maria die Partie gegen die Ukrainerinnen Dajana Yastremska und Anhelina Kalinina beim Stand von 0:2 im ersten Satz aufgeben.
Veranstalter nehmen Anpassungen vor
Die Veranstalter reagierten am Abend und betonten, dass alle Plätze in Roland Garros die "internationalen Mindestanforderungen hinsichtlich des Abstands zwischen der Grundlinie und der Rückwand des Spielfelds übertreffen" würden. Das Wohlergehen der teilnehmenden Spieler habe jedoch "weiterhin oberste Priorität. Vor diesem Hintergrund und auf der Grundlage unserer eigenen Beobachtungen werden derzeit Anpassungen im Bereich rund um die Spielfläche vorgenommen", hieß es in einem Statement.
Zuvor hatte sich auch die viermalige Siegerin Iga Swiatek zu der Thematik geäußert: "Wenn solche Dinge passieren, muss man natürlich reagieren, denn es gibt sicher auch andere Möglichkeiten", sagte die Polin. "Das sollte nicht so sein – ich hoffe, sie bringen sie an einer anderen Stelle an oder platzieren die Werbung dort einfach anders, denn es ist definitiv nicht sicher."
Nicht der erste Vorfall
Sönmez' Sturz war nicht der erste Vorfall dieser Art beim Turnier an der Seine. Die Britin Katie Boulter war am Donnerstag im Rückwärtslaufen ebenfalls über einen kleinen Werbe-Aufsteller gestolpert. Sie kam mit dem Schrecken davon, forderte im Anschluss aber Konsequenzen. "Die Dinger müssen weg", schrieb sie in den Sozialen Netzwerken: "Gestern Abend hatte ich Glück, aber das nächste Mal vielleicht nicht mehr..."
Der Belgier Alexander Blockx hatte zuvor sein Zweitrunden-Match gegen Alex de Minaur kurzfristig absagen müssen, weil er beim Training über Abdeckungen am hinteren Rand eines Courts gestolpert und dabei umgeknickt war. Sein Trainer Ruben Bemelmans erklärte im Anschluss, auch über rechtliche Schritte gegen die Turnierveranstalter nachzudenken.
