French Open: Alexander Zverev und die perfekte Fünf-Satz-Bilanz in Paris - "Es macht mir auch irgendwo Spaß"
Alexander Zverev hält nach seiner Erstrundenpartie gegen Oscar Otte bei den French Open nun bei einer makellosen Fünf-Satz-Bilanz von sieben Siegen und null Niederlagen. In der Pressekonferenz gab der 24-Jährige an, sogar durchaus Gefallen an derart umkämpften Matches zu finden.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
31.05.2021, 12:00 Uhr

Durchatmen war angesagt für Alexander Zverev an diesem Sonntagabend. Allzu viel hatte nicht gefehlt und der Weltranglistensechste wäre nach Dominic Thiem der zweite Mitfavorit auf den Titel gewesen, der bereits am ersten Turniertag sämtliche Hoffnungen auf einen Triumph am Bois de Boulogne hätte begraben müssen.
Doch die deutsche Nummer eins drehte ihre Auftaktpartie gegen Landsman Oscar Otte zu einem letztlich klaren 3:6, 3:6, 6:2, 6:2 und 6:0-Erfolg um. "Ich wusste nicht, was ich zu erwarten hatte. Er hat mir keinen Rhythmus gegeben und hat unglaublich gespielt. Am Ende war er vielleicht etwas müder als ich. Ich bin wirklich froh, dass ich jetzt zwei Tage Pause habe", meinte Zverev unmittelbar nach dem Match.
Zverev 2018 ohne Power in Woche zwei
Durch den Erfolg nach 0:2-Satzrückstand fügte der gebürtige Hamburger seiner bis dato makellosen Fünf-Satz-Bilanz bei den French Open einen weiteren Sieg hinzu. Zverev hält in Roland Garros bei Matches über die volle Distanz nun bei sieben Erfolgen und null Niederlagen. "Du gehst schon an deine physischen Grenzen. Heute vielleicht nicht zu dem Extrem, weil es ein relativ schnelles Match war", wollte sich der 24-Jährige aber nicht von der Statistik blenden lassen.
Denn bereits vor drei Jahren hatte Zverev den Strapazen der ersten Woche - als er sowohl gegen Dusan Lajovic und Damir Dzumhur über fünf Sätze gehen musste - im Viertelfinale Tribut zollen müssen. Damals erwies sich Dominic Thiem für den ausgepowerten Deutschen als deutlich zu stark.
Thiem-Niederlage beeinflusst Zverev
In diesem Jahr wird es nach der Auftaktniederlage des Österreichers aber zu keinem Wiedersehen in der Runde der letzten Acht kommen. Wie Zverev zugab, habe ihn die Pleite seines guten Kumpels durchaus beeinflusst. Schließlich wisse er ja, in welchem Teil des Tableaus er sich befinde: "Er ist einer der schwierigsten Gegner, die man haben kann - und dann fällt er aus. Also ja, das wirkt sich ein wenig auf dich aus."
Bevor Zverev allerdings an die ganz großen Aufgaben denken kann, stellt sich ihm in Runde zwei mit Roman Safiullin ein weiterer Qualifikant in den Weg. Gegen den alten Bekannten - Zverev und Safiullin kennen sich aus Juniorenzeiten - wird der 24-Jährige ein weiteres Fünf-Satz-Match sicherlich vermeiden wollen. Sollte es jedoch abermals dazu kommen, wäre der Deutsche wohl dennoch bereit: "Es macht mir auch irgendwo Spaß. Natürlich muss ich das nicht jedes Match machen, aber am Ende des Tages ist es schön zu wissen, dass - wenn ich es machen muss - ich auch über die Länge dabei sein kann."
Hier das Einzel-Tableau in Roland Garros
