An Tagen wie diesen

Die Wetterlage zeigt die Mängel des Stade Roland Garros schonungslos auf.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 23.05.2016, 11:53 Uhr

PARIS, FRANCE - MAY 22: Ground staff pull on the covers as rain causes play to be abandoned for the day on day one of the 2016 French Open at Roland Garros on May 22, 2016 in Paris, France. (Photo by Dennis Grombkowski/Getty Images)

Von Jens Huiber aus Paris

Nicht vor 2020 soll es also was werden mit dem Dach über dem Court Philippe Chatrier, das hat Turnierdirektor Guy Forget in einer spontan anberaumten Pressekonferenz noch einmal betont. Dass der Spielbetrieb sich den Elementen aussetzt, ist indes nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen stehen die knapp 30.000 Menschen, die täglich auf die Anlage am Bois de Boulogne pilgern. Für die wirkt sich der Regen gleich doppelt hart aus: Zum einen gibt es keine Matches zu verfolgen, zum anderen aber auch kaum Orte, an denen man sich vor dem Regen schützen kann. Also drängen sich die Fans auf dem viel zu schmalen Gang unter dem Court Philippe Chatrier.

Die drei anderen Grand Slam Turniere sind den Franzosen mindestens einen Schritt voraus, ab diesem Jahr wird auch das Arthur Ashe Stadium in New York über ein Dach verfügen, in Wimbledon und bei den Australian Open ist dies längst gang und gebe, und nicht nur auf einem Court. Natürlich sehen sich diese Veranstaltungen auch klimatisch im Vorteil, sowohl bei den US Open als auch in Melbourne trifft man sich im Hochsommer. In London darf man qua Kalender zumindest auf besseres Wetter hoffen, hier in Paris soll es ab dem Dienstag deutlich freundlicher werden.

Der Regen betrifft alle

Was auch die Eintrittsbedingungen in das Stade Roland Garros erleichtern würde. Die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen entbehren sicherlich nicht einer (traurigen) Berechtigung, gerade in Paris. Das Anstehen im strömenden Regen macht natürlich weder Spielern, Zuschauern, Ballkindern oder Journalisten gute Laune. Auf der anderen Seite gewinnt man aber nicht den Eindruck, einer Hochsicherheits-Veranstaltung beizuwohnen, auf der Anlage ist die Präsenz von Uniformierten so gut wie nicht gegeben.

Das Hauptthema in Forgets Ausführungen ist und bleibt aber die Umgestaltung des gesamten Areals, die Ungeduld beim ehemaligen Weltklassespieler ist groß. „Das Dach wird der letzte Schritt sein, wenn wir dann hoffentlich die Genehmigung dafür erhalten“, so der Turnierchef. Bis dahin müssten aber noch umfangreiche Vorarbeiten geleistet werden, beginnend sofort nach Abschluss der French Open 2016.

von tennisnet.com

Montag
23.05.2016, 11:53 Uhr