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Die ewige Daniela

Daniela Hantuchova ist die große Konstante im Damentennis. Bei den French Open musste sie durch die Qualifikation – und ist glücklich wie nie.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 22.05.2016, 19:22 Uhr

ROME, ITALY - MAY 11: Daniela Hantuchova of Slovakia in action in her match against Sara Errani of Italy on Day Two of the The Internazionali BNL d'Italia 2015 at the Foro Italico on May 11, 2015 in Rome, Italy. (Photo by Ian Walton/Getty Images)

Der Hashtag #LastTimeFedererMissedASlam machtenach der French-Open-Absage von Roger Federerdie große Twitter-Runde. Zu 65 Majors in Folge trat der 17-fache Titelträger auf den Court – ein Rekord, vielleicht für die Ewigkeit.

Daniela Hantuchova war immer da

Eine andere ist im Gegensatz zum Schweizer „Maestro“ in Paris dabei, und auch wennDaniela Hantuchovaverletzungsbedingt einige Major-Turniere in ihrer Karriere verpasst hat, ist sie doch diejenige, die einfach immer da war, immer gespielt hat auf den großen Plätzen dieser Welt. Hantuchova war Top-Ten-Spielerin und Nummer fünf der Welt, sie ist siebenfache Turniersiegerin im Einzel mit zwei Titeln in Indian Wells sowie neunfache Titelträgerin im Doppel, wo sie es ebenfalls bis auf Rang fünf der Welt schaffte.

Aktuell steht die schöne Slovakin nur noch auf Rang 172. In Paris musste sie sich durch die Qualifikation kämpfen, es war das erste Mal seit den US Open 2000, dass ihr Ranglistenplatz nicht mehr für die direkte Qualifikation reichte. Vor 16 Jahren verlor sie in New York in Quali-Runde zwei gegen Miriam Schnitzer.

„Baywatch“ und „Big Brother“

Ein von Daniela Hantuchova (@danielahantuchovaofficial) gepostetes Foto am<time datetime="2016-05-06T12:12:05+00:00" style=" font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; line-height:17px;">6. Mai 2016 um 5:12 Uhr</time>

„Es musste immer alles perfekt sein“

„Ich genieße es viel mehr als früher“,gestand Hantuchova in Roland Garros. „Als ich diesmal hierher kam, hatte ich keinerlei Erwartungen. Die Jahre zuvor habe ich immer so viel von mir selbst gefordert, habe geschaut, dass alles perfekt ist, jedes Training. Letztlich habe ich vergessen, die Stadt zu genießen, dass es mir möglich war, überhaupt hier zu sein.“

Genuss im Welttennis – etwas, das auf der ständigen Suche nach Punkten vielen fehlt. Zu hart die Konkurrenz, zu wichtig die kleinen Vorteile, die den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen. Auch Hantuchova hatte lange Zeit zu kämpfen, gegen Magersucht-Gerüchte, gegen Druck von außen, gegen Druck von innen. Dagegen, einen gesunden Ausgleich zwischen Training und Erholung hinzubekommen. Sie litt in und an der Damen-Tenniswelt, an mangelnden Freundschaften, an Hass. „Diese Eiseskälte zwischen den Frauen, der Neid und die Missgunst. Wenn du jemanden grüßt, kommt nichts zurück, nur Schweigen. Was ist das für ein Verhalten? Keine gönnt dir etwas, keine freut sich mit dir“, klagte sieim berühmten „Spiegel“-Interviewim Jahr 2007.

Damals in der Swimsuit Edition...

Ein von Daniela Hantuchova (@danielahantuchovaofficial) gepostetes Foto am<time datetime="2016-05-13T11:36:26+00:00" style=" font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; line-height:17px;">13. Mai 2016 um 4:36 Uhr</time>

Ich liebe es, Tennis zu spielen“

Der Absturz im Ranking, der sie aktuell durch die Qualifikationsmühlen zwingt, wäre für viele ein Zeichen, ans Karriereende zu denken. Für Hantuchova ist das kein Thema. Keines, über das sie spricht jedenfalls, und allenfalls eines, dem sie die positiven Seiten abgewinnt. „Wenn man so weit abfällt, schätzt man die Dinge mehr. Das gibt einem eine völlig andere Perspektive. Ich realisiere nun, was ich richtig oder falsch gemacht habe.“

Ich liebe es einfach zu spielen“, sagte sie nach ihrem Erstrundensieg in der Qualifikation am Dienstag, und es gibt wohl kein besseres Argument, um weiter in der Tennis-Welt unterwegs zu sein. Ob Hantuchova in der diesjährigen Auflage noch mal auf die großen Courts kommt? Heute Mittag trifft sie in Runde eins auf Mirjana Lucic-Baroni – auf Court 10. Der vermutlich hoffnungslos überfüllt sein wird.

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von tennisnet.com

Sonntag
22.05.2016, 19:22 Uhr