French Open: Djokovic gegen Fonseca - zukünftig ein Trainer-Coach-Paar?
Novak Djokovic spielt heute in der dritten Runde gegen Joao Fonseca. Den jungen Brasilianer hat Djokovic schon bei seiner Zukunftsplanung berücksichtigt.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
28.05.2026, 19:49 Uhr

Irgendwann während des wie immer ewig langen Tennisjahre 2025 hat Novak Djokovic bei einer Pressekonferenz angemerkt, dass er nach seinem Karriere-Ende den Coach von Joao Fonseca geben würde. Für sehr viel Geld, fügte Djokovic noch an. Weil er eben auch weiß, dass Fonseca nicht nur aus einem guten, sondern aus einem der besten Häuser Brasiliens kommt. Was sich übrigens auch dadurch äußert, dass der junge Brasilianer wirklich außergewöhnlich höflich auftritt.
Was nichts daran ändert, dass Fonseca die heutige Partie gegen Novak Djokovic mit allen Mitteln gewinnen wollen wird. Angepfiffen wird das Match nicht vor halb vier Uhr nachmittags. Wer die letzten Tage in Paris gut aufgepasst hat, der weiß: Das könnte schweißtreibend werden. Womit der Vorteil eigentlich beim deutlich jüngeren Fonseca liegen sollte. Der auch noch ein weiteres Pfund mitbringt: nämlich eine gewisse Matchhärte.
Fonseca mit (zu) wenig Variabilität
Zwar ist das Frühjahr sicherlich nicht nach Wunsch von Joao Fonseca verlaufen, aber ein paar Matches hat er schon angesammelt. Novak Djokovic dagegen hat nur ein einziges Mal auf einem Sandplatz der ATP-Tour 2026 gestanden: bei seiner Niederlage in Rom gegen Dino Prizmic. Der Kroate hätte auch heute der Gegner von Djokovic sein können, verlor aber nach 2:0-Satzführung noch gegen Fonseca.
Bringt der 19-Jährige spielerisch schon genug mit, um es mit der Legende Djokovic mithalten zu können? Das Tempo der Vorhand ist beeindruckend. Die Rückhand dagegen fehleranfällig. Und Djokovic wird Fonseca ganz sicherlich mit vielen Stopps quälen - athletisch scheint der Teenager nämlich noch Luft nach oben zu haben. Eine Sache könnte Joao Fonseca aber zum Verhängnis werden: Das ist sein Mangel an Variabilität im Spiel. Das hatte Djokovic ja auch beim jungen Jannik Sinner bemängelt. Das hat sich mittlerweile geändert. Und dennoch ist Sinner schlagbar. Wenn auch weniger von seinen Gegnern, als vielmehr von den Umständen.
Hier das Einzel-Tableau der Männer
