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French Open 2026: Jannik Sinners Bruchlandung beim "wichtigsten Turnier des Jahres"

Jannik Sinner startete als haushoher Favorit in die diesjährigen French Open. Doch anstelle des “Career Grand Slams” gab es für den Weltranglistenersten in Paris eine äußerst schmerzhafte Bruchlandung.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 28.05.2026, 20:33 Uhr

Für Jannik Sinner sind die French Open schon wieder vorbei
Für Jannik Sinner sind die French Open schon wieder vorbei

Es hätte die frühe Krönung seiner schon jetzt großartigen Karriere werden sollen - und dann waren die French Open für Jannik Sinner plötzlich vorbei. Der am Ende völlig entkräftete Weltranglistenerste verlor gegen den Argentinier Juan Manuel Cerundolo am Donnerstag völlig überraschend mit 6:3, 6:2, 5:7, 1:6 und 1:6 und wurde seiner glasklaren Favoritenrolle in Roland-Garros damit nicht gerecht.

“Ich habe mich auf dem Platz nicht gut gefühlt, aber das kann passieren. Ich war in einer guten Position im dritten Satz, aber ich konnte es nicht ausservieren”, sagte Sinner, der im dritten Durchgang bereits mit 5:1 geführt hatte, ehe der totale Einbruch folgte. “Dann hatte ich Probleme. Aber Hut ab vor seiner Leistung. Davon will ich gar nichts wegnehmen, er hat ein sehr solides Match gespielt, speziell am Ende.”

Tatsächlich blieb Cerundolo auf dem Court Philippe-Chatrier im größten Moment seiner Karriere erstaunlich ruhig, doch auch der Argentinier wusste, warum er den Platz letztlich als Sieger verließ. "Ich hatte viel Glück", meinte Cerundolo. “Er tut mir leid, er hätte es verdient gehabt und ich hoffe, es geht ihm bald besser.”

“Mir war sehr schwindelig, ich hatte wenig Energie. Im vierten Satz habe ich das Spiel etwas laufen lassen, um im fünften Durchgang mehr Energie zu haben”, umriss Sinner in der gut besuchten Pressekonferenz seine Probleme. "Das erste Spiel war dann wichtig, ich konnte meinen Aufschlag leider nicht halten - und dann ging es dahin."

Zverev und Djokovic wittern ihre Chance

Die Hitze, die Sinner etwa bei den diesjährigen Australian Open große Probleme bereitet hatte, sei nicht der Grund für den Einbruch gewesen. “Es war warm, aber nicht super warm. Es war okay zu spielen”, meinte der Südtiroler, dessen Probleme sich schon morgens angedeutet hatten. "Das war heute irgendwas mit mir, aber so etwas passiert."

Ausgerechnet beim für ihn “wichtigsten Turnier des Jahres” endete somit auch Sinners unglaubliche Serie von 30 Siegen in Folge. Ob er es vor den French Open hinsichtlich der gespielten Matches übertrieben habe, konnte der Branchenprimus nicht final beantworten: “Es kamen viele Dinge zusammen. Ich habe zuletzt viel gespielt, hatte nicht viel Zeit zu regenerieren. Ich habe heute Nacht auch nicht gut geschlafen. Das kann alles passieren. Bei den Grand Slams hast du auch Tage, an denen du dich nicht perfekt fühlst.”

Erstmals seit den US Open 2023 wird der Sieger eines Major-Events also nicht Sinner oder Carlos Alcaraz heißen. Neuer Topfavorit auf den Titel ist nun Alexander Zverev, doch auch Novak Djokovic wird sich - neben zahlreichen anderen Spielern - wohl einiges ausrechnen. Mit Freitag startet in Paris quasi ein neues Turnier.

Sinner wird sich nach den Strapazen der vergangenen Wochen unterdessen eine Pause gönnen und voraussichtlich erst in Wimbledon (29. Juni bis 12. Juli) auf die Tour zurückkehren. “Ich brauchte jetzt meine Zeit und muss schauen, was hier falsch lief”, sagte der Weltranglistenerste. Und zog enttäuscht aus Paris ab.

Hier das Einzel-Tableau aus Roland Garros

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Freitag
29.05.2026, 09:55 Uhr
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