French Open: Ein Sonntag, der sein Geld wert war

Der Auftakt in die French Open 2026 hat ein paar richtig prächtige Partien gebracht. Die Stimmung stimmt sowieso immer.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 25.05.2026, 09:29 Uhr

Joao Fonseca hat mal wieder auf die brasilianischen Fans bauen dürfen
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Joao Fonseca hat mal wieder auf die brasilianischen Fans bauen dürfen

Als Lilli Tagger und Xinyu Wang gestern kurz nach elf Uhr ihr Tagwerk auf dem Court 9 begannen, da konnte man die Ansagen der Stuhlschiedsrichterin kaum verstehen. Denn auf dem Suzanne-Lenglen führten die Fans schon einen richtigen Terz auf, weil eben dort Arthur Gea gegen Karen Khachanov jede Unterstützung gebrauchen konnte. 

Es war ein prächtiger erster Tag in Paris, nicht nur des Wetters wegen. Allein der Umstand, dass bei den Männern die Nummern zwei (Alexander Zverev) und drei (Novak Djokovic) schon im Einsatz waren, zeigte, dass die Veranstalter dem zahlenden Publikum diesmal mehr geben wollten als noch etwa im vergangenen Jahr, in dem das Eröffnungs-Line-Up eher bescheiden ausgefallen ist. 

Krejcikova vergibt Matchbälle, Fritz feiert nur kurz

Und sportlich ging es auch mitunter grandios zu. Da wäre etwa der junge Italiener Federico Cina gewesen, der sich mit Reilly Opelka auseinandersetzen durfte. Und die beiden spielten ihr Nenngeld aus, Cina setzte sich in fünf Sätzen durch. Nicht ganz so spannend, aber umso stimmungsvoller die Szenen ein paar Minuten später auf dem Court Simonne-Mathieu, wo Joao Fonseca mit dem Franzosen Luka Pavlovic alle Hände voll zu tun hatte.  

Bei den Frauen sorgten neben anderen auch Barbora Krejcikova und Hailey Baptiste für angemessenes Sonntagskino. Die Tschechin, die bei den French Open ja schon im Einzel wie auch im Doppel den Titel geholt hat, vergab im Tiebreak des zweiten Satzes zwei Matchbälle, ehe sie dann im dritten Mut und Kräfte verließen. Was übrigens auch für Taylor Fritz galt, der den Gewinn des dritten Satzes gegen Nishesh Basavareddy mit einem Urschrei feierte. Unangenehm nur, dass Fritz die Sätze eins, zwei und vier verlor.

Irgendwie geschlossen wurde der Kreis aber doch wieder auf Court 9. Denn das Treffen zwischen Yannick Hanfmann und Hamad Medjedovic hatte höchsten Unterhaltungswert. Nicht nur wegen der mittlerweile bekannten Theatralik des Serben, nein, auch die spielerische Note war bezaubernd. Wie so vieles an diesem ersten Sonntag in Roland-Garros 2026. 


 

von Jens Huiber

Montag
25.05.2026, 09:29 Uhr