French Open: Eva Lys scheitert an Sorana Cirstea
Eva Lys ist mit einem 3:6 und 0:6 gegen Sorana Cirstea in der zweiten Runde der French Open 2026 ausgeschieden.
von SID
zuletzt bearbeitet:
27.05.2026, 20:09 Uhr

Strittige Szenen, heiße Diskussionen und kein Handshake - es ging hoch her auf Platz 7 der French Open, ehe Tamara Korpatsch den größten Erfolg ihrer Karriere bejubelte. Die Hamburgerin steht nach einigem Zwist mit ihrer Gegnerin erstmals in der dritten Runde der French Open - Eva Lys muss ihre Träume vom nächsten Lauf bei einem Grand-Slam-Turnier nach einem klaren Bruch in ihrem Spiel dagegen aufschieben.
Lys unterlag am Abend bei immer noch großer Hitze dem rumänischen Kraftpaket Sorana Cirstea mit 3:6, 0:6. Nach einem starken Start und 3:1-Führung verlor die deutsche Hoffnungsträgerin den Faden und leistete sich zu viele Fehler, um die Weltranglisten-18. auszubremsen.
Korpatsch widmete sich unterdessen schon der Regeneration nach einem Match, das sowohl körperlich als auch mental Kraft gekostet hatte. "Eigentlich habe ich mich mit ihr total gut verstanden, wir waren keine Feinde oder sowas. Was jetzt passiert ist, keine Ahnung", sagte die 31-Jährige nach dem Match bei Eurosport. Sie hatte sich verdient mit 6:2, 2:6, 6:3 gegen die Weltranglisten-34. Wang Xinyu aus China durchgesetzt - doch der Handshake blieb am Ende aus.
Korpatsch zofft sich mit Gegnerin Wang
Ende des ersten Satzes verlor Wang ein Stück weit die Nerven und kontrollierte einen Abdruck auf der Spielhälfte der Deutschen - was nicht erlaubt ist und ihr prompt eine Verwarnung einbrachte. Laut TV-Sender Eurosport zeigte das Hawk-Eye-System, dass der von ihr geschlagene Ball im Aus war.
"Das kann sie sich ja anschauen und sich bei mir entschuldigen", sagte Korpatsch, die nun auf Elina Switolina aus der Ukraine trifft. Wang monierte mit etwas Abstand zum Match zwar weiterhin, Korpatsch habe der Schiedsrichterin den falschen Ballabdruck gezeigt. Sie räumte aber auch ein, dass ihr Auftreten in dem Moment nicht richtig gewesen sei. "Ich möchte mich dafür entschuldigen, ich habe die Situation nicht richtig eingeschätzt und würde nicht wieder auf die andere Seite herübergehen."
Letztlich war es viel Aufregung um einen einzelnen Punkt also, der nicht über das Weiterkommen der Deutschen entschied. Geräuschloser, aber auch weniger erfolgreich verlief das Match für Lys. Nachdem in der ersten Runde bereits Laura Siegemund, Tatjana Maria und Ella Seidel ausgeschieden waren, hält nun nur noch Korpatsch die deutsche Fahne hoch.
Korpatsch schrieb fleißig Autogramme, nachdem sie für sich den persönlichen Meilenstein erreicht hatte. Die Weltranglisten-95., die von ihrem Vater trainiert wird, hat sich ihre Karriere im Familienkreis aufgebaut. "Es war ein sehr harter Weg für uns. Wir haben damals im Auto geschlafen, gezeltet", sagte sie: "Wir haben wirklich keine Hilfe bekommen von irgendwem, keine Wildcards und einfach keine Unterstützung."
Auch deshalb sei sie eine so große Kämpferin auf dem Platz, die nun nach weiteren Großtaten strebt.
