French-Open-Junior-Champ Oktiabreva künftig für Tschechien

Die amtierende French-Open-Junioren-Siegerin Alisa Oktiabreva wird nicht mehr für ihr Geburtsland Russland antreten, sondern unter tschechischer Flagge starten – und das aus absolut nachvollziehbarem Grund.

von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet: 27.07.2026, 15:27 Uhr

Alisa Oktiabreva/Instagram
© Alisa Oktiabreva/Instagram
Auf der Tour wird die in Russland geborene French-Open-Juniorensiegerin Alisa Oktiabreva künftig für Tschechien starten.

Riesig war der Jubel bei Alisa Oktiabreva, als sie in Roland-Garros im Finale des Juniorinnen-Wettbewerbs die favorisierte Chinesin Xinran Sun in einer einseitigen Partie glatt in zwei Sätzen besiegen konnte und anschließend des Siegespokal in die Höhe strecken durfte. Doch eine Nationalhymne samt Länderflagge blieb der in Russland geborenen Oktiabreva aus Gründen selbstverständlich verwehrt. Doch künftig wird die 17-Jährige auf Ehren symbolischer Art nicht mehr verzichten müssen. Wie bekannt wurde, wechselte sie nun offiziell die Staatsbürgerschaft und repräsentiert künftig Tschechien. Mit einem Blick auf ihre Vita schien dieser Schritt nur allzu logisch zu sein.

Oktiabreva wurde zwar in Russland geboren, zog aber bereits im Alter von 2 Jahren mit ihren Eltern nach Prag, wo sie aufwuchs und seitdem beheimatet ist. Mit vier Jahren startete sie mit dem Tennis beim Traditionsclub TK Sparta Prag, wo unter anderem auch Spielerinnen wie Hana Mandlikova, Petra Kvitova, Karolina Pliskova und Katerina Siniakova die Grundlagen für ihre großen Karrieren legten.

Dass sie mit ihrem Geburtsland wenig am Hut an, kommentierte sie einst beim russischen Sportportal Sports.ru: „Ehrlich gesagt fühle ich mich als Tschechin, deshalb tue ich mich mit russisch schwer. Ich bin in Prag zur Schule gegangen, meine Freunde sind dort, meine Trainer sind Tschechen – mein ganzes Leben hat sich auf Tschechisch abgespielt. Prag ist meine Heimat. Wenn ich nach Hause fahre, meine ich Prag. Das Training dort ist wegen des Wetters nicht immer einfach, aber es wird immer meine Heimat bleiben. Ich war in meinem ganzen Leben erst ein einziges Mal in Russland – beim Christmas Cup, einem Turnier für die Altersklasse U14.“

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Montag
27.07.2026, 18:38 Uhr
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