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Novak Djokovic – Ein Sieg entfernt vom 100-Millionen-Mann

Der Serbe wäre der erste Tennisprofi, der die Preisgeld-Schallmauer von 100 Millionen US-Dollar durchbricht.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 29.05.2016, 10:28 Uhr

PARIS, FRANCE - MAY 28: Novak Djokovic of Serbia celebrates during the Men's Singles third round match against Aljaz Bedene of Great Britain on day seven of the 2016 French Open at Roland Garros on May 28, 2016 in Paris, France. (Photo by Julian Fi...

Der nächste Sieg vonNovak Djokovicwäre 100 Millionen Dollar wert - und würde die Tennis-Welt in neue Sphären katapultieren. Die Rechnung ist einfach: Sollte Branchenführer Djokovic am Montag sein Achtelfinale bei den French Open gegen den SpanierRoberto Bautista Agutgewinnen, würde er die magische und neunstellige Preisgeld-Schallmauer als erster Spieler seiner Zunft durchbrechen. Über die historische Summe reden, das will der bescheidene Serbe in den Tagen von Paris allerdings nicht.

Viel lieber beschäftigte sich der „Djoker“nach seinem 6:2, 6:3, 6:3 in der Abenddämmerung gegen den Briten Aljaz Bedenemit der fehlenden Erleuchtung über dem Court Philippe Chatrier. „Ein Grand-Slam-Turnier braucht einfach Flutlicht über den größten Courts“, forderte der 29-Jährige, dessen Partie erst am Samstagabend um 21.30 Uhr beendet war: „Es wurde wirklich schnell dunkel.“

„Man darf nicht besessen sein“

Ein Dach wird es erst im Jahr 2020 über dem Centre Court geben. So lange will der sechsmalige Australian-Open-Gewinner Djokovic aber nicht damit warten, seinen ersten Paris-Titel zu holen. „Hier zu gewinnen, ist natürlich ein großer Traum. Allerdings darf man nicht zu besessen sein, dann verkrampft man“, meinte er. Nach dem verletzungsbedingten Rückzug von SandplatzkönigRafael Nadal(Spanien) ist der Serbe nun der haushohe Turnierfavorit.

Doch Djokovic steht bereits am Montag davor, Geschichte zu schreiben. 99.673.404 US-Dollar hatte der Schützling von Boris Becker vor Beginn des Turniers in seiner Karriere verdient, mehr als jeder andere. Deswegen reicht Djokovic beim zweiten Major-Turnier des Jahres schon das Erreichen des Viertelfinals (umgerechnet rund 328.280 US-Dollar), um in neue monetäre Sphären vorzudringen. „Geld ist aber nicht mein Ansporn. Es gibt wichtigere Dinge“, hatte die Nummer eins unlängst betont.

Wilander glaubt an den Golden Slam

Vor seinem DauerrivalenRoger Federer,der in der Preisgeld-Rangliste mit 98.011.727 US-Dollar auf Platz zwei folgt, muss sich Djokovic im Stade Roland Garros jedenfalls nicht fürchten. Der Schweizer Grand-Slam-Rekordsieger hatte seine Teilnahme wegen Rückenproblemen abgesagt. Djokovic hat in dieser Saison erst drei von 43 Matches verloren und bereits fünf Titel geholt - darunter zum vierten Mal das „Sunshine Double“ in Indian Wells und Miami.

Kein Wunder, dass die frühere Nummer eins Mats Wilander „Robotivic“ sogar den Golden Slam 2016 zutraut. Die Kombination aus den vier Major-Titeln und der olympischen Goldmedaille hatte 1988 Steffi Graf als bislang einziger Profi geschafft. „Sie hat es durchgezogen - und ich glaube, Novak kann und wird alle fünf großen Turniere in dieser Saison für sich entscheiden“, sagte der dreimalige Paris-Trimphator Wilander bei Eurosport.

von tennisnet.com

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29.05.2016, 10:28 Uhr