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French Open: Novak Djokovic - "Fand es sogar gut, die ersten zwei Sätze zu verlieren"

Novak Djokovic hat nach seinem verrückten Achtelfinalerfolg über den Italiener Lorenzo Musetti über seine Gefühlslage während des Matches gesprochen. Und dabei Erstaunliches zu Tage gefördert. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 08.06.2021, 10:09 Uhr

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Novak Djokovic musste gegen Lorenzo Musetti gehörig arbeiten
Novak Djokovic musste gegen Lorenzo Musetti gehörig arbeiten

Jene aufmerksamen Verfolger des internationalen Tennissports, die dem Achtelfinalduell zwischen Novak Djokovic und Lorenzo Musetti erst mit zweieinhalbstündiger Verspätung beiwohnen konnten, denen dürfte in den kommenden knapp 60 Minuten wohl zu keinem Augenblick klargeworden sein, warum denn dieser junge Italiener eine Zwei-Satz-Führung gegen Novak Djokovic zu Buche stehen hatte. 

Nun gut, natürlich hatte Lorenzo Musetti mit Verlauf der Partie mit körperlichen Problemen zu kämpfen. Dennoch war es eine Machtdemonstration des Weltranglistenersten, der wohl einen der klarsten Siege feierte, der nach einem 0:2-Satzrückstand überhaupt möglich ist. "Es ist bedauerlich für einen jungen Spieler wie ihn, dass er in seinem ersten Viertelfinale auf dem Center Court zwei Sätze zu Null führt und körperlich nicht in der Lage war, das Niveau zu halten, um sich wenigstens eine Chance zu geben, dieses Match zu gewinnen", erklärte auch Djokovic im Anschluss an sein Weiterkommen. 

Musetti muss aufgeben 

Tatsächlich wurden die körperlichen Beschwerden beim 19-Jährigen gegen Mitte des fünften Satzes so stark, dass Musetti das Match beim Stand von 0:4 frühzeitig beenden musste. Zuvor, nämlich in den ersten beiden Sätzen, war das Bild am Court Philippe-Chatrier ein völlig anderes: Der Italiener lieferte eine mächtige Talentprobe ab - profitierte dabei aber auch von einem ungewohnt fehleranfälligen Djokovic. 

Der Serbe kommunizierte im Anschluss an sein Weiterkommen einigermaßen deutlich, sich sehr unwohl gefühlt zu haben: "Ich fühlte mich tatsächlich nervöser, als ich das Match begann, als ich zwei Sätze hinten lag. Um ehrlich zu sein, fand ich es sogar gut, dass ich die ersten paar Sätze verloren habe, weil ich einfach, ich weiß nicht, ich habe einfach unter einer gewissen Anspannung gespielt und war nicht in der Lage, meine Schläge durchzuziehen, habe zu viele unerzwungene Fehler gemacht und habe mich in den ersten beiden Sätzen einfach nicht gut gefühlt", so Djokovic, der nun auf Matteo Berrettini trifft. 

Djokovic spielt gerne Best-of-Five

Von einer Angst, das Spiel nach 0:2-Satzrückstand zu verlieren, ist beim Branchenprimus unterdessen keine Spur. Ganz im Gegenteil: "Ich habe vorhin gesagt, dass ich gerne gegen junge Spieler in Best-of-Five-Matches spiele, weil ich das Gefühl habe, selbst wenn sie einen Satz oder zwei Sätze zu Null führen, wie es heute der Fall war, habe ich immer noch gute Chancen, weil ich das Gefühl habe, dass ich körperlich fit bin und ich weiß, wie ich meinen Gegner in einem Best-of-Five-Match zermürben kann."

Insbesondere der Erfahrungsvorsprung wird vom Weltranglistenersten als großer Vorteil gegenüber den Jungen hervorgehoben: "Ich habe die meisten Fünf-Satz-Matches gewonnen, die ich in diesem Turnier und in meiner Karriere gespielt habe, also denke ich, dass diese Erfahrung hilft", betonte Djokovic, der sich bereits sehr auf das Duell mit dem nächsten Italiener, Matteo Berrettini freue: "Du musst dein bestes Niveau spielen, um eine Chance zu haben." 

Hier das Einzel-Tableau in Roland Garros

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