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Novak Djokovic – Veganer mit kleinen Sünden

Der Serbe isst seit einem Jahr im Prinzip kein Fleisch mehr. Von einem Laster will „Nole“ aber dennoch nicht ablassen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 27.05.2016, 14:30 Uhr

PARIS, FRANCE - MAY 26: Novak Djokovic of Serbia celebrates victory during the Men's Singles second round match against Steve Darcis of Belgium on day five of the 2016 French Open at Roland Garros on May 26, 2016 in Paris, France. (Photo by Julian ...

Das Gesicht ist schmal, die Konturen scharf, kein überflüssiges Gramm Fett ist zu erkennen –Novak DjokovicsKörper läuft im Hochleistungsmodus. Dafür verantwortlich ist in erster Linie seine Obsession für gesunde Ernährung. Nichts wird dabei dem Zufall überlassen, Kompromisse gibt es nicht. Der Weltranglisten-Erste hat sich fast schon zu einem Nahrungsguru entwickelt, seitdem er sich glutenfrei ernährt. Die Unverträglichkeit des Stoffgemisches aus Protein, welches vornehmlich in Getreide zu finden ist, zwang Djokovic zu Beginn seiner Karriere zu zahlreichen Aufgaben.

Champions-Dinner mit Lakritztee und Spezialhonig

Mittlerweile trinkt der 29-jährige Seriensieger warmes Wasser oder Lakritztee und Proteinshakes aus Erbsen, wie der „Blick“ berichtet. Der Speiseplan wird ergänzt durch Avocados, Cashewnüsse und einen speziellen Honig, den Djokovic extra aus Neuseeland importiert. Alles glutenfrei. Auf Fleisch verzichtet er nach eigenen Angaben seit einem Jahr fast komplett. „Wie nennt man das? Ich bin ein Fischesser. Eigentlich bin ich Veganer, der ab und zu etwas Fisch isst“, erzählt der elfmalige Grand-Slam-Sieger in Paris. Offiziell bringt er bei einer Größe von 1,88 Meter 80 Kilogramm auf die Waage. Kaum zu glauben. Der Wahlmonegasse wirkt so drahtig wie nie zuvor, was ihm auf dem Platz zugute kommt. Selten zuvor gab es einen Spieler, dessen Körperbeherrschung und Elastizität so hervorragend ausgeprägt waren.

„Ernährungspapst“ Djokovic versorgt nicht nur Pudel Pierre mit glutenfreiem Futter, sondern ist auch Besitzer von mehreren Restaurants.Im monegassischen Speisetempel „Eqvita“ serviert er seinen Gästen vornehmlich vegane Speisen. Doch auch ein Perfektionist liebt kleine Sünden. Zu einem leckeren Stück Schokolade, kann auch der „Djoker“ nicht Nein sagen. Das sollte alle weniger disziplinierten Geister unter uns beruhigen. Ob die Selbstkasteiung auch zum ersehnten French-Open-Sieg führt, bleibt abzuwarten. Komplettiert Novak Djokovic am 5. Juni seinen Karriere-Grand-Slam, wäre er aber wahrscheinlich der Champion mit dem ausgeklügeltsten Speiseplan.

von tennisnet.com

Freitag
27.05.2016, 14:30 Uhr