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French Open: Rafael Nadal vs. Roger Federer - Beobachtungen zum Klassiker

Rafael Nadal bleibt in Roland Garros gegen Roger Federer unantastbar. Ein paar Beobachtungen zum ewig jungen Schlager vom Freitagnachmittag.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 07.06.2019, 16:34 Uhr

Nichts zu holen für Roger Federer gegen Rafael Nadal
© Getty Images
Nichts zu holen für Roger Federer gegen Rafael Nadal

Schuld trägt natürlich niemand - aber dass der Halbfinal-Tag dermaßen unter dem Einfluss des Wetters gestanden hat, das schmerzt schon ein bisschen. Nadal hätte das Match mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei Windstille gewonnen, so aber waren die Chancen von Federer auf seinen ersten Erfolg gegen den Spanier in Paris von vornherein auf ein Minimum gesunken.

Rafael Nadal im wirklichen Leben ist größer als er auf dem TV-Bildschirm erscheint. Umso erstaunlicher, wie geschmeidig dieser Riese nach all den Jahren immer noch über den Platz fliegt.

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Wer einmal in der Mühle des spanischen Großmeisters gefangen ist, für den gibt es kein Entrinnen. Nadal kann sein Anfangs-Level nicht nur halten - er wird auch von Satz zu Satz stärker. Robin Söderling hat sich 2009 nicht zermahlen lassen, Novak Djokovic 2015 auch nicht. In beiden Fällen lässt sich im Nachhinein fragen, ob Nadal zum Zeitpunkt der jeweiligen Matches auch wirklich voll fit war.

Ganz frech könnte man anmerken, dass Yannick Hanfmann und Yannick Maden Nadal auf seinem Weg ins Finale am härtesten gefordert haben (ja, David Goffin hat als einziger einen Satz gewonnen, aber sich ansonsten kampflos eher ergeben). Wahr ist aber natürlich, dass Nadal in den ersten Runden auch erst einmal langsamer in die Gänge kommt. Aber nie so, dass er wirklich in Gefahr gerät.

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Roger Federer hat, wie schon in den Runden zuvor, den Publikums-Contest gewonnen. Wovon er sich nichts kaufen kann. Die Halbfinal-Teilnahme hat ihm immerhin sechs Best-of-Five-Matches aus Asche gebracht. Auch zur Vorbereitung auf den Rasen. Auch dort wolle er durch die Bälle durchschwingen. So wie in den vergangenen Tagen auf Sand.

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Das Ende des zweiten Satzes kam auch wie eine Kurzfassung vieler Duelle zwischen Nadal und Federer daher. Der Schweizer nutzt Chance um Chance nicht, Nadal hingegen reicht eine einzige.

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Das französische Publikum hat mit der Beginnzeit 12:50 Uhr etwas gefremdelt. Erst Mitte des ersten Satzes waren die Tribünen dann auch wirklich voll. Erstaunlich dann die kurze Pause bis zum Match von Novak Djokovic und Dominic Thiem: da wurde für den Austausch des gesamten Publikums (die Halbfinals werden neuerdings in separaten Sessions verkauft) gerade mal eine Viertelstunde veranschlagt.

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Kleines Postcriptum: Tony Godsick war nach dem Match nicht amused. Weniger über die Vorstellung seines Schützlings Roger Federer. Nein, der Manager des Maestro beanstandete den Hindernisparcours, den der Schweizer auf dem Weg aus dem Spielerbereich bis zum Pressezentrum absolvieren musste.

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zuletzt bearbeitet: 07.06.2019, 16:34 Uhr

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