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French Open: Roger Federer, der Söderling-Sieg und eine ganz besondere Vorhand

Roger Federer vervollständigte bei den French Open 2019 seinen Karriere-Grand-Slam: Der Schweizer nutzte die Gunst der Stunde, dass Rafael Nadal bereits ausgeschieden war - musste allerdings dennoch einige Hürden auf dem Weg zum Sieg überwinden.

von SID / tennisnet
zuletzt bearbeitet: 07.06.2020, 07:23 Uhr

Roger Federer
Roger Federer

Die Vorhand, an die sich die Tenniswelt erinnert, schlug Roger Federer nicht am 7. Juni 2009. Sie war bereits Geschichte, als der Schweizer im Finale der French Open sein sportliches Lebenswerk komplettierte. Ohne sie hätte es den Triumph über den Schweden Robin Söderling, seinen 14. bei einem Grand Slam und den bis heute einzigen in Paris wohl nicht gegeben.

Rückblende: Als Roger Federer zum Achtelfinale gegen Tommy Haas antrat, lag das Unfassbare einen Tag zurück. Rafael Nadal, der vier Jahre lang das Reich Roland Garros und dort seinen Erzrivalen beherrscht hatte, war ausgeschieden; der Weg für Federer zum langersehnten Karriere-Grand-Slam frei. Theoretisch.

Haas wuchs über sich hinaus - und Favorit Federer unterliefen Fehler um Fehler. Bis zu dieser Vorhand im dritten Satz, die Haas später lapidar bemerken ließ: "Da muss man einfach den Hut ziehen und sagen: Deswegen ist er Roger Federer."

Federer: "Dieser Schlag hat meinen Tag gerettet"

Mit seinem "ersten guten Schlag im Match" wehrte Federer beim Stand von 6:7, 5:7 und 3:4 einen Breakball ab und drehte fortan die Partie. In den Sätzen drei bis fünf gab er nur noch zwei Spiele ab, die Vorhand aus der Rückhandecke, die für Haas unerreichbar auf die Seitenlinie klatschte, hatte Federer verwandelt.

"Der Schlag hat meinen Tag gerettet", sagte er später. Womöglich hat er auch das Licht verändert, in dem seine einmalige Karriere heute strahlt. Tennisidole wie Pete Sampras, Boris Becker (beide Paris) oder Ivan Lendl (Wimbledon) mussten trotz aller Klasse mit dem Makel eines fehlenden Grand-Slam-Titels leben. Zu den Hochzeiten des Sandplatzkönigs Nadal hätte dies auch Federer passieren können.

Die Inside-Out-Vorhand gegen Haas ebnete jedoch den Weg ins Glück, ein Selbstläufer war der Paris-Sieg dennoch nicht. Zwar stand im Viertelfinale ein Dreisatz-Sieg über Gael Monfils, im Halbfinale jedoch musste Federer gegen Juan Martin del Potro noch mal alle Kräfte bündeln, um einen 1:2-Satzrückstand wettzumachen.

Im Endspiel am 7 Juni 2009 traf er dann ausgerechnet auf Robin Söderling, den Nadal-Bezwinger. Nach dem verwandelten Matchball schossen Federer sofort die Tränen in die Augen. Er wusste: Sein Meisterstück war endlich vollendet.

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von SID / tennisnet

Sonntag
07.06.2020, 08:19 Uhr
zuletzt bearbeitet: 07.06.2020, 07:23 Uhr

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