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French Open: Sabalenka und die gute, alte Dach-Diskussion

Dach offen oder doch geschlossen? Das ist eine der Fragen die Aryna Sabalenka nach ihrem Aus gegen Diana Shnaider in die Runde geworfen hat.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 04.06.2026, 12:25 Uhr

Alexander Zverev und Adel Nour vor ein paar Jahren in Paris
© Getty Images
Alexander Zverev und Adel Nour vor ein paar Jahren in Paris

Wer am späteren Mittwochnachmittag auf der Tribüne des Court Philippe-Chatrier gesessen ist, der hat so kurz nach 17 Uhr ein ganz leises Surren gehört. Aryna Sabalenka wäre ein paar Stunden davor äußerst dankbar über diesen Sound gewesen. Denn eben der begleitet das Schließen des Daches.  

Und wie die Weltranglisten-Erste nach ihrer Niederlage gegen Diana Shnaider anmerkte, wäre genau das auch schon viel früher zwingend nötig gewesen. Wie schon beim Endspiel im vergangenen Jahr gegen Coco Gauff. Der Wind habe guten Tennissport fast unmöglich gemacht, erklärte Sabalenka in gefasstem Ton, auch wenn sie Shnaider zugestand, ab Mitte des zweiten Satzes richtig gutes Tennis gespielt zu haben. 

So hätte Aryna Sabalenka am Mittwoch den Court Philippe-Chatrier gerne gesehen
© Getty Images

So hätte Aryna Sabalenka am Mittwoch den Court Philippe-Chatrier gerne gesehen

Bei den Männern sei das anders, legte Sabalenka noch nach: Da hätte man auch schon im vergangenen Jahr ab und zu unter Dach gespielt, nur um ein besseres Match zu bekommen. 

Tennis ist ein Freiluftsport - aus Fairnessgründen

Tatsächlich weiß man es nicht so genau, wann hier der Deckel drauf gemacht wird. Und wann nicht. Am Dienstag etwa war es zu Beginn des Matches zwischen Alexander Zverev und Rafael Jodar draußen heiter bis wolkig, dennoch wurde mit geschlossenem Dach begonnen. Was sich wenig später bezahlt machen sollte, als es einen richtig kapitalen Regenschauer zu auszuhalten gab. Der die Partien auf den Außenplätzen für mehrere Stunden unterbrach. 

Genau das soll hier ja vermieden werden. Nichts ist für Fans vor Ort und vor den TV-Geräten schlimmer als viertelstündlich Updates zu bekommen, wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird. Siehe dazu auch das Turnier in Rom, das in diesem Jahr extrem nass ausgefallen ist. 

Ist am Vorwurf etwas dran, dass die Männer bevorzugt werden? Dazu müsste man vergleichende Studien anstellen. Aber natürlich nur für das Turnier in Roland-Garros. Bei allen anderen Majors gilt ja, das nur ein Hauch von Feuchtigkeit die Courts unbesiegbar macht. Generell sollte aber gelten: Tennis wird bei den vier größten Turnier unter freiem Himmel gespielt. Damit für alle dieselben Bedingungen herrschen. Auch für jene Profis, die nicht wie Aryna Sabalenka nur auf den größten Courts angesetzt werden. 


 

von Jens Huiber

Donnerstag
04.06.2026, 13:24 Uhr
zuletzt bearbeitet: 04.06.2026, 12:25 Uhr