French Open: Drama im Viertelfinale - Berrettini gibt auf, Arnaldi steht im Halbfinale
Das letzte Viertelfinale zwischen Matteo Berrettini und Matteo Arnaldi endete bitter. Berrettini musste nach 5:7, 2:5 w.o. geben. Arnaldi steht im Halbfinale.
von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet:
03.06.2026, 22:43 Uhr

Matteo Berrettini ging als leichter Favorit in das letzte offene Viertelfinale. Er erwischte den deutlich besseren Start und zog schnell auf 3:0 davon. Doch dann verlor er scheinbar von einem Moment auf den anderen seinen Rhythmus.
Arnaldi wurde sicherer, profitierte von einer steigenden Fehlerquote seines Landsmannes und drehte den Satz mit vier Spielgewinnen in Serie. Danach entwickelte sich eine umkämpfte Phase mit mehreren langen Aufschlagspielen von Berrettini. Das entscheidende Break gelang am Ende jedoch Arnaldi, der den ersten Durchgang mit 7:5 für sich entschied.
Auch im zweiten Satz blieb das Match zunächst eine zähe Angelegenheit. Arnaldi schnappte sich früh das Break zum 2:0, ehe Berrettini unmittelbar zurückschlug. Doch schon zu diesem Zeitpunkt wirkten die Bewegungen des ehemaligen Wimbledon-Finalisten eingeschränkt. Immer wieder kam er einen Schritt zu spät, viele Bälle erreichte er nur noch mit Mühe.
Hüftprobleme werden zum entscheidenden Faktor
Beim Stand von 2:1 für Arnaldi nahm Berrettini ein Medical Timeout. Die Probleme an der Hüfte waren unübersehbar. Zwar kämpfte er danach weiter, sein Spiel verlor aber zunehmend an Dynamik. Arnaldi erkannte die Situation und zog mit einem weiteren Break auf 4:2 davon.
Während Berrettini sichtlich litt, signalisierten sowohl sein Trainer als auch sein Bruder aus seiner Box mehrfach, dass eine Aufgabe die vernünftigste Lösung wäre. Nach dem 5:2 setzte sich Berrettini auf seine Bank, dachte kurz nach und schüttelte schließlich den Kopf. Wenige Augenblicke später war das Match beendet: Aufgabe Berrettini.
Italienisches Halbfinale
Für Arnaldi bedeutet das den bislang größten Karriereerfolg auf Grand-Slam-Ebene. Im Halbfinale wartet nun sein Landsmann und guter Freund Flavio Cobolli, der zuvor den Kanadier Felix Auger-Aliassime in vier Sätzen aus dem Turnier genommen hatte. Italien hat damit bereits einen Finalisten sicher.
Hier das Einzeltableau der Herren in Paris
