Alexander Zverev: Definitiv ein Fall für die Hall of Fame
Mit seinem Triumph in Roland-Garros hat sich Alexander Zverev auf ewig einen Platz in den Geschichtsbüchern des Tennissports gesichert. Und wohl auch einen Platz in der Hall of Fame.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
08.06.2026, 14:22 Uhr

Andy Roddick hatte es in seinem Podcast sicherheitshalber schon mal angekündigt: Sollte er in seiner Karriere einmal einen Grand-Slam-Titel gewinnen, gebührt Alexander Zverev definitiv ein Platz in der Hall of Fame. Und also dürfte der gebürtige Hamburger mit dem French-Open-Triumph - Roddicks Logik folgend - den Einzug in die Ruhmeshalle von Newport geschafft haben.
Argumente dafür hat Zverev in seiner Karriere jedenfalls genug gesammelt: Olympisches Gold, zwei Titel bei den ATP Finals, sieben Turniersiege auf 1000er-Level und seit Sonntag also auch Grand-Slam-Champion. Das müsste doch reichen.
Del Potro weniger konstant als Zverev
Freilich: Juan Martin del Potro etwa war der Einzug in die Hall of Fame zuletzt nicht vergönnt. Der US-Open-Sieger von 2009, der auch zwei olympische Medaillen und den Davis Cup nach Argentinien holte, war Zeit seiner Karriere allerdings bei Weitem nicht so konstant wie Zverev. Der Deutsche zählt - mit Ausnahme seiner verletzungsbedingten Pause im Jahr 2022 - sein nunmehr fast zehn Jahren zur absoluten Weltspitze des Sports.
Über 550 Siege sowie 25 Titel sind Zeugnis einer herausragenden Karriere, die nach dem Triumph in Roland-Garros ja noch lange nicht beendet ist. “Ich möchte weitermachen”, kündigte Zverev am Sonntag in Paris an. “Ein paar” Grand-Slam-Titel möchte er “natürlich” noch gewinnen, so der Weltranglistendritte.
Sechs Deutsche in der Hall of Fame
Apropos Ranking: Ganz vorne stand Zverev in seiner Karriere bislang noch nicht. Dass dieser Umstand in Bezug auf die Hall of Fame kein Ausschlusskriterium ist, zeigt ein Blick auf die Mitgliederliste: So waren auch Michael Chang, Goran Ivanisevic oder Conchita Martínez nie Weltranglistenerste.
Derzeit befinden sich unter den Mitgliedern der Hall of Fame sechs Deutsche: Gottfried von Cramm, Boris Becker, Steffi Graf, Hans Nüsslein, Hilde Sperling und Michael Stich. Mit Alexander Zverev wird in einigen Jahren ein weiterer dazukommen.
