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Fritz und seine verrückte Tennis-Theorie: Warum ein 0:6 manchmal der Anfang vom Sieg ist

Taylor Fritz glaubt an den psychologischen Vorteil einer Satz-Abreibung. Im Gespräch mit Fans verriet Fritz außerdem, warum der moderne Tennisball das Spiel langsam macht und weshalb Vertrauen der unterschätzte Schlüssel zum Erfolg ist.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 24.06.2026, 10:40 Uhr

Taylor Fritz fühlt sich wohl auf Rasen
© Getty Images
Taylor Fritz fühlt sich wohl auf Rasen

Nach einer schwierigen Phase mit Verletzungspause und Trennung von seiner langjährigen Influencer-Freundin Morgan Riddle hat Taylor Fritz auf Rasen wieder zurück in die Spur gefunden. Der Amerikaner erreichte letztens das Finale in Stuttgart und spielte anschließend auch in Halle groß auf. Dort bezwang er unter anderem Alexander Zverev, ehe er sich im Endspiel Frances Tiafoe geschlagen geben musste. Im Anschluss daran machte er sich an eine Q&A-Session mit Fans.

Fritz erklärt seine verrückte 6:0-Strategie

Eine Aussage aus seiner Fragerunde mit “Wired” dürfte wohl besonders hängen bleiben. Fritz sprach über die Bedeutung von Selbstvertrauen und Momentum und präsentierte dabei eine ungewöhnliche Theorie für den Umgang mit einem verlorenen Satz. “Verliere den Satz 6:0”, riet der US-Star sinngemäß. Denn wenn ein Spieler gegen einen eigentlich ebenbürtigen Gegner mit Bagel untergehe, könne das beim Gewinner einen unerwarteten Effekt auslösen. Plötzlich entstehe der Gedanke, dass der Gegner “eigentlich doch nicht so schlecht sein kann” und die Sicherheit beginne plötzlich zu bröckeln.

Langsamer Ball verändert das gesamte Spiel

Auch zur Entwicklung des modernen Tennis hatte Fritz eine klare Meinung. Der US-Amerikaner widerspricht der häufigen These, dass vor allem langsamere Plätze für längere Ballwechsel sorgen. Seiner Ansicht nach liegt der Hauptgrund bei den Bällen. Diese seien weicher geworden, würden daher länger an der Bespannung haften und dadurch mehr Kontrolle ermöglichen. Dabei würden sie aber auch weniger Geschwindigkeit entwickeln.

Fritz’ Aufschlag-Geheimnis: Erst langsam, dann explosiv

Seine eigene größte Waffe bleibt der Aufschlag. Fritz beschreibt seinen perfekten Aufschlag als kontrollierte Bewegung mit einem explosiven Moment erst kurz vor dem Treffpunkt. Ein Aufschlag funktioniere letztlich ja wie ein gespannter Bogen. Die gesamte Vorbereitung müsse ruhig bleiben, bevor die Energie im entscheidenden Augenblick freigesetzt werden könne.

Anpassungsfähigkeit ist alles

Auch in ungewöhnlichen Situationen musste Fritz lernen, sich anzupassen. Als Junior vergaß er einmal bei einem Turnier in Belgien seine gesamte Schlägertasche in einem Zug. Weil das eigene Equipment nicht rechtzeitig verfügbar war, musste er kurzerhand mit einem geliehenen Racket antreten – ausgerechnet mit dem Schläger seiner damaligen Freundin.

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Mittwoch
24.06.2026, 13:23 Uhr
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