Innovative Idee: „Wutraum“ für Spielerinnen beim WTA-Turnier in Austin
Die Veranstalter des derzeit laufenden WTA 250-Turniers in Austin sorgen mit einer aufsehenerregenden Innovation für Schlagzeilen. Den Spielerinnen wird ein eigener "Wutraum" zur Verfügung gestellt, wo sie etwaige Frustrationen unbeobachtet ablassen können.
von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet:
26.02.2026, 22:17 Uhr

Damit reagieren die texanischen Organisatoren auf humorvolle Art und Weise auf eine Kontroverse, die zuletzt bei den Australian Open für hitzige Diskussionen gesorgt hatte. Dort hatte Coco Gauff nach ihrer Niederlage gegen Elena Svitolina in den Katakomben ihren Schläger zertrümmert - fernab der Kameras, wie sie fälschlicherweise glaubte. Die Szene wurde allerdings doch gefilmt und fand schließlich den Weg in die Öffentlichkeit.
Wie "Tiere im Zoo”?
Daraufhin äußerten mehrere Spielerinnen heftige Kritik am umfangreichen „Behind-the-Scenes“-Monitoring, das bei den Majors immer mehr gang und gäbe ist. Neben Gauff meldeten sich unter anderem Amanda Anisimova und Jessica Pegula zu Wort. Iga Swiatek sprach sogar davon, sich zuweilen wie “ein Tier im Zoo” zu fühlen. Auch Novak Djokovic stellte sich auf die Seite der genannten Damen. Es sei „traurig“, dass man sich kaum noch irgendwo unbeobachtet bewegen könne, so der Serbe.
Umso erfrischender ist die Innovation, mit der nun die Veranstalter des derzeit laufenden WTA 250-Turniers in Austin aufwarten. Den Spielerinnen wird ein eigener Rückzugsort für emotionale Ausbrüche, ein sogenannter "Rage Room" zur Verfügung gestellt. Dort können sich die WTA-Profis abseits aller Kameras austoben und ihrer Wut freien Raum lassen.
Positive Reaktionen im Netz
Sehr humorvoll gestaltet ist auch das Schild, das offenbar in dem Raum angebracht wurde. Neben einem zerbrochenen Racket stehen da die (zum emotionalen Ausbruch ermunternden) Worte "Lächle nicht! Zähle bis 3! Du kannst das! Ich glaube an dich! Nutze es!".
Auf Social Media sind die Reaktionen auf den “Rage Room” überwiegend positiv. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob die innovative Idee auch von anderen Turnier-Veranstaltern aufgegriffen wird.
Hier das Einzel-Draw in Austin
