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Gräflinger steht mit Mustafic im Februar HTT 500 Traumfinale

Der ehemalige Ranglisten-Erste Rene Gräflinger steht erstmals in seiner erfolgreichen Karriere im En...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 10.02.2026, 04:18 Uhr

Der ehemalige Ranglisten-Erste Rene Gräflinger steht erstmals in seiner erfolgreichen Karriere im Endspiel des Februar HTT 500 Turniers im UTC La Ville. Der 40jährige Kärntner fertigte am Montag Abend im Semifinalduell der unteren Tableau-Hälfte, den an Nr. 5 gesetzten Florian Strutzenberger mit 6:3, 6:1 ab, und schaffte im dritten Anlauf nach 2022 und 2023 erstmalig den Sprung ins Finale. Dort bekommt es Gräflinger mit Nordmazedoniens Topstar Tarik Mustafic zu tun, der das Traumfinale beim zweiten HTT 500-Saisonturnier und sein 10. Karriere-Endspiel nach einem mitreißenden und fast drei Stunden dauernden Tennis-Marathon mit einem 6:3, 6:7, 6:4 Erfolg perfekt machte. Ein Bericht von C.L

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Rene Gräflinger steht nach 6:3, 6:1 Sieg über Florian Strutzenberger in seinem 24. HTT Karriere-Finale

Rene Gräflinger und Tarik Mustafic können schon vor dem finalen Showdown der 34. Februar HTT 500 Ausgabe mit einem positiv ausgefallenen Saison-Debüt bilanzieren. Die beiden HTT-Stars, die an diesem fünften HTT Turnier-Wochenende des neuen Jahres erstmals in 2026 aktiv zum Racket gegriffen haben, sind ihren zugedachten Favoritenrollen auf dem Weg ins prognostizierte Finale voll auf gerecht geworden, obgleich sie das finale Treffen auf höchst unterschiedliche Weise fixieren konnten. Für den 2fachen HTT US Open Sieger Rene Gräflinger stand das Duell mit Florian Strutzenberger an, welches er glatt in zwei Sätzen mit 6:3, 6:1 für sich entschied. Ein stark returnierender Gräflinger führte rasch per Break mit 2:0, und konnte sich danach auf sein gewohnt schnelles und für die Gegner unangenehmes Tennis verlassen. Strutzenberger blieb mutig, aktiv und aggressiv, fand sowohl bei 1:3 und 3:5 noch eigene Break-Chancen vor, am Ende aber kein Mittel, um das favorisierte Gegenüber in Bedrängnis zu bringen. Auch im zweiten Satz stemmte sich Strutzenberger nach Kräften gegen die drohende Niederlage, musste aber bereits im dritten Game seinen Aufschlag zum 1:2 abgeben. Alleine 10 Mal ging auch Game Nr. 5 über Einstand, ehe sich Gräflinger mit geglücktem Doppel-Break 4:1 abgesetzt hatte. Der Rest war Formsache. Nach 1:17 Stunden Spielzeit, hatte Gräflinger mit 6:3, 6:1 auch das zweite direkte Duell mit Strutzenberger gewonnen, und so sein insgesamt 24. HTT Karriere-Finale erreicht.

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Tarik Mustafic ringt Luis De Giacomo nach knapp drei Stunden mit 6:3, 6:7, 6:4 nieder, und steht nach 2024 zum zweiten Mal im Finale

2:0 im Head to Head stand es nach dem gestrigen Halbfinal-Abend auch nach der Partie zwischen dem nordmazedonischen HTT AO Finalisten von 2025 Tarik Mustafic und Youngster Luis De Giacomo. Allerdings war diesem Spiel ein fast dreistündiger Schlagabtausch vorausgegangen, den am Ende beide Akteure für sich hätten entscheiden können. Einen von vielen langen und intensiven Ballwechseln geprägten ersten Satz, holte sich Mustafic nach knapp einer Dreiviertelstunde mit 6:3 und einem einzigen Break, das der Nummer 6 des Turniers zum 5:3 gelang. Im zweiten Durchgang sah Mustafic nach dreimaliger und breakbeinhaltender Führung wie der angehende Sieger in zwei Sätzen aus. Erst recht, als der 23jährige Februar HTT 500 Champion von 2024 bei 6:5 auf den Finaleinzug servierte. Sein sechs Jahre jüngeres Gegenüber blieb aber cool, rettete sich mit Re-Break Nr. 3  und über den gewonnenen Tie-Breaker in den alles entscheidenden dritten Satz. Der neunte Februar HTT 500 Einzelsieg des Tarik Mustafic in ununterbrochener Reihenfolge war plötzlich akut und massiv gefährdet, zumal De Giacomo einen blitzsauberen Start in diesen dritten Heat hinlegte, und sich in seinem 70. HTT Karrriere-Match zwischenzeitlich mit 2:0 und 3:1 in Führung liegend auf gutem Weg in Richtung Finale befand. Längst hattte sich dieses zweite Halbfinale zu einem brutalen Abnützungskampf entwickelt, in dem Mustafic körperlich an seine Grenzen kam, De Giacomo frischer wirkte, und die Entscheidung logischer Weise in einem spannenden Finish fallen musste. Dort wurde De Giacomo dann ein schlechter Stopp zum Verhängnis, den Mustafic zum entscheidenden Break auf 5:4 nützte. Im letzten Aufschlagspiel blieb Mustafic dann souverän, und hatte am Ende den neunten Februar HTT 500 Sieg in Serie eingefahren, und dazu zum zweiten Mal nach 2024 das Endspiel dieses seit 34 Jahren im HTT Kalender etablierten Indoor-Klassikers erreicht, während sich bei seinem Gegner pure Verzweiflung breit machte.

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von Claus Lippert

Dienstag
10.02.2026, 02:03 Uhr
zuletzt bearbeitet: 10.02.2026, 04:18 Uhr