tennisnet.com Hobby Tennistour

“Strutzi” reif für erstes großes HTT-Finale?

Mit Ausnahme des topgesetzten und sich mit einer Schulterverletzung aus dem Bewerb zurückziehenden B...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 09.02.2026, 02:18 Uhr

Mit Ausnahme des topgesetzten und sich mit einer Schulterverletzung aus dem Bewerb zurückziehenden Benjamin Kotzaurek, stehen die im Vorfeld allgemein favorisierten Topspieler der 34. Ausgabe des Februar HTT 500 Turniers im Halbfinale von HTT Saisonturnier Nr. 13. Das avisierte Traumfinale zwischen dem Sieger dieses Turniers von 2024 Tarik Mustafic aus Nordmazedonien und dem 2fachen HTT US Open Champion Rene Gräflinger können nur mehr die beiden Youngsters Luis De Giacomo und Florian Strutzenberger verhindern. Ein Bericht von C.L

img_2096

Vorsichtsmaßnahme – Kotzaurek steigt im Viertelfinale kampflos aus

Gleich vorweg einmal das neueste Update zum “Viertelfinal-Knock Out” der Nummer 1 des aktuellen Turniers Benjamin Kotzaurek. Der 21jährige aus Ybbs, der sich schon am Samstag bei seinem Zweisatzsieg über Wolfgang Wernig mit starken Schmerzen in seiner rechten Schulter durch das Achtelfinale quälte, musste 24 Stunden später von einem Start im Viertelfinale gegen Csebits-Bezwinger Luis De Giacomo absehen. Die seit den HTT AO wieder akut gewordene Schulter-Verletzung machte Kotzaureks dritten Viertelfinal-Auftritt im Jahr 2026 unmöglich. “Gegen Wernig waren die Schmerzen schon am Limit. Mein heutiges Nichtantreten war aber auch eine Vorsichtsmaßnahme. Ich möchte beim Februar Masters Series 1000 Turnier in zweii Wochen wieder fit am Start sein. Ich wollte heute nichts riskieren”, ließ der Ranglisten-Fünfte aus Niederösterreich verlautbaren. Luis De Giacomo bekam so einen freien Sonntag Abend, und durfte sich früh auf sein anstehendes Halbfinal-Duell mit Tarik Mustafic vorbereiten.

426137839_689518610002606_4539868089394430596_n

Tarik Mustafic beim Februar HTT 500 Turnier seit 8 Matches unbesiegt

Der 23jährige aus Nordmazedonien, 2024 bereits einmal großer Sieger des Februar HTT 500 Turniers, bestätigte am Sonntag mit einem siegrreichen Doppelpack erneut seine Vorliebe für diese Februar-Veranstaltung. Immerhin ist Mustafic nach dem gestrigen dritten Spieltag bereits seit acht Februar HTT 500 Matches ungeschlagen und auch zielstrebig auf dem Weg in Richtung HTT Karriere-Finale Nr. 10. Und für das am Montag Abend anstehende Vorschluss-Runden-Treffen mit Luis De Giacomo hat der ehemalige Ranglisten-Vierte auch nicht wirklich viel an Kraft und Substanz eingebüßt. So feierte er im Achtelfinale beim 6:3, 6:2 gegen Patrick Handl den 180. HTT Einzelsieg seiner erstaunlichen HTT Karriere. Dazu ließ der letztjährige HTT AO Finalist auf dem Weg ins Halbfinale auch noch Martin Happe über die Klinge springen. Das HTT Saison-Debüt des besten Nordmazedoniers der Hobby Tennis Tour Geschichte ist damit bis hierher geglückt. Martin Happe, die Nr. 4 der Setzliste, hatte zwar in seinem ersten Duell mit Mustafic einen Traumstart samt Break und 2:0 Führung erwischt, in Wahrheit aber nicht den Funken einer Chance. Mit 6 Games am Stück holte sich der Favorit den ersten Satz, während sich Happe am Ende über persönliche Teilerfolge freute. Wie beispielsweise über zwei Spielbälle zu Beginn des zweiten Durchgangs zum möglichen 1:0, oder über die letzten drei Games, in denen Happe seinen Kontrahenten jeweils über Einstand zwang. “Insgeamt war Tarik aber zu stark für mich”, resümierte Happe, der sich mit dem Erreichen des Viertelfinales über sein bislang bestes Saisonergebnis freuen konnte.

feb3

Florian Strutzenberger mit dem bislang besten Saisonstart seiner HTT Karriere

Das zweite Halbfinale des 34. Februar HTT 500 Turniers wird derweil mit dem Duell zwischen Florian Strutzenberger und Rene Gräflinger zur rein rot-weiß-roten Angelegenheit. Und während Strutzenberger beim bislang besten Saisonstart seiner HTT Karriere zum bereits zweiten Mal in dieser Saison das Halbfinale eines HTT 500-Turniers erreichte, lieferte Gräflinger bei seinem Saison-Debüt 2026 einmal mehr den Nachweis seiner unfassbaren Konstanz ab. Aber der Reihe nach: Florian Strutzenberger scheint erstmals in seiner Laufbahn strukturiert und entsprechend motiviert ein Tennisjahr in Angriff genommen zu haben. Der blonde Lockenkopf von WAT Landstraße gewinnt endlich jene Matches, die er gewinnen muss, und scheint mit “Waffen” ausgestattet zu sein, um auch den großen namhaften HTT-Stars Paroli bieten zu können. Ok, die lediglich neun abgegebenen Games in drei Matches auf dem Weg ins Semifinale sind nicht wirklich aussagekräftig, zumal die Gegnerschaft keine aus dem obersten HTT-Regal darstellte. Dennoch erfüllte der 22jährige entspannt seine sonntägige Pflichtaufgabe, anstatt sich wie zu früheren Zeiten mit teils missglückten Experimenten in Schwierigkeiten zu bringen. Und immerhin deklassierte er im Viertelfinale mit Marko Dzoic den Sensationsmann des Turniers. Der 17jährige war aus der Quali gekommen, und hatte sich im Achtelfinale mit seinem Dreisatzsieg über die spanische Nr. 3 Fernando Romero erstmalig ins Viertelfinale eines HTT 500 Turniers und zum bislang größten Erfolg seiner HTT Karriere empor gespielt.

feb2

Rene Gräflinger steht nach HTT Karriere-Match Nr. 250 im Semifinale

Wie weit Strutzenberger mit seinem Tennis aktuell schon ist, wird wohl das semifinale Treffen mit Rene Gräflinger zeigen. Der 40jährige Kärntner hat am Sonntag Nachmittag zum dritten Mal nach 2022 und 2023 das Halbfinale des Februar HTT 500 Turniers erreicht, und gleichzeitig für einige bemerkenswerte statistische Fakten gesorgt. So feierte der Ferlacher – der heuer übrigens sein 10jähriges HTT-Jubiläum begehen wird – im 250. HTT Karriere-Match, den 190. Einzelsieg seiner Laufbahn. Das Alles trug sich im Viertelfinale gegen Ferdinand Gulla zu, der dem 2fachen HTT US Open Sieger und 2fachen HTT Finals-Gewinner speziell im ersten Satz Paroli bieten konnte. Immerhin hielt der 16jährige den ersten Durchgang bis 4:4 offen, kam mit einem Re-Break bei 4:5 zurück, ehe sein Gegner mit dem fünften Satzball auf 7:5 stellen konnte. Im zweiten Satz setzte sich dann Gräflingers Klasse durch. Der ehemalige Ranglisten-Erste aus Kärnten zog mit 4:0 davon, und fixierte wenig später den letztlich hochverdienten 7:5, 6:1 Erfolg. “Eigentlich hatte ich mir das Viertelfinal-Match einfacher vorgestellt, aber Gulla hat vorallem im ersten Satz echt gut gespielt. Erst als er im zweiten Satz müder wirkte, wurde das Spiel für mich einfacher. Mein Ziel bei diesem Turnier ist es, Spiel- und Matchpraxis zu sammeln. Daher ist es super im Halbfinale zu stehen”, so Gräflinger. Übrigens: Dieses Semifinale ist wieder einmal ein ganz besonderes aus Sicht des 40jährigen. Lässt man die beiden HTT-Finals-Auftritte Gräflingers von 2024 und 2025 einmal Außen vor, dann stand der Routinier aus Ferlach bei seinen letzten 29 Turnierstarts, immer mindestens im Halbfinale. Eine Konstanz, die ihresgleichen sucht.

feb1

von Claus Lippert

Montag
09.02.2026, 01:52 Uhr
zuletzt bearbeitet: 09.02.2026, 02:18 Uhr