Wer folgt Marco Vanella als Februar HTT 500 Sieger nach?
Beim Blättern im Archiv, durch die mittlerweile dreieinhalb Jahrzehnte lange HTT-Geschichte, wird ma...
von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet:
08.02.2026, 03:18 Uhr
Beim Blättern im Archiv, durch die mittlerweile dreieinhalb Jahrzehnte lange HTT-Geschichte, wird man beim aktuell im UTC La Ville laufenden Februar HTT 500 Turnier auf zwei interessante Aspekte aufmerksam. Einerseits ist der traditionsreiche 500-Punkte Hallen-Klassiker am Altmannsdorfer Ast, das am drittlängsten etablierte HTT-Single-Event im HTT Kalender. 1992 bei der Premiere erstmals ausgetragen, wiederholt sich die HTT Indoor Veranstaltung in diesem Jahr zum bereits 34. Mal. Und Punkt 2 befasst sich mit Österreichs – zuletzt ins Hintertreffen geratenen – HTT-Stars, die in der ruhmreichen Vergangenheit des Februar HTT 500 Turniers nicht weniger als 29 Mal in Serie den Sieger gestellt hatten. Letztmalig triumphierte allerdings Laurenz Rattasits im Jahr 2020 für Rot-Weiß-Rot. Seither wartet man aus heimischer Sicht vergebens auf einen Februar-HTT-500-Titel. Es wäre also höchst an der Zeit. Ein Bericht von C.L
Die Nr. 1 des Februar HTT 500 Turniers Benjamin Kotzaurek startet mit Zweisatzerfolg über Wolfgang Wernig
Im Vorjahr gab es das Überraschungsfinale in “azurblau” zwischen den beiden Italienern Marco Vanella und Giorgio Lorenzetti. Nach großem Drama behielt Marco Vanella – der Bruder des amtierenden HTT French Open Siegers Luca Vanella – in drei Sätzen die Oberhand, und sorgte so nach dem Corona bedingten Ausfall im Jahr 2021 für den vierten internationalen Februar-HTT-500-Titelgewinn in Serie. Heuer könnten die österreichischen HTT-Asse aber wieder einmal auftrumpfen, zumal man bei dem mit drei HTT Top Ten Spielern besetzten 13. Saisonturnier, das Top-Duo der Gesetztenliste stellt. Angeführt wird das Turnier von Benjamin Kotzaurek, der zum ersten Mal beim Februar-500er aufschlägt, und seinen höchst gelungenen Start ins neue Tennisjahr mit dem Finaleinzug beim Jänner HTT 500-Turnier und dem HTT AO-Halbfinale mit einem dritten Topergebnis fortsetzen möchte. Nach einem Freilos zum Auftakt, feierte der HTT US Open Finalist am Samstag einen erwartet klaren 6:3, 6:0 Erfolg über den Kärntner Routinier Wolfgang Wernig.
Tarik Mustafic, Februar HTT 500 Sieger von 2024 als internationale Speerspitze
Ein anderer Kärntner dürfte derweil die heißeste Aktie für einen rot-weiß-roten Turniersieg an diesem fünften HTT-Turnier-Wochenende 2026 sein. Rene Gräflinger, 40 Jahre alt aus Ferlach, feiert als Nr. 2 der Setzliste sein Saison-Debüt, steigt aber erst am Sonntag gegen den jungen Briten Romeo Oxley ins Turniergeschehen ein. Der 17jährige gewann am gestrigen zweiten Spieltag sein Erstrunden-Match und sein erstes HTT Match 2026 gegen Christopher Mayer mit 7:5, 7:6. Ebenfalls als Titelhoffnung in rot-weiß-rot wird WAT Landstraße Youngster Florian Strutzenberger gehandelt. Der 22jährige deklassierte als Nr. 5 gesetzt in Runde 1 HTT Challenger-Finals-Champion Philipp Mayer mit 6:1, 6:1, und durfte sich nach seiner Auftakt-Niederlage im Jahr 2024 über seinen allerersten Einzelsieg bei diesem Turnier freuen. Keine Blöße gab sich auch der Sieger dieses Turniers von 2024, der Nordmazedonier Tarik Mustafic. Der 6:0, 6:2 Erfolg des an Nr. 6 gereihten 23jährigen über den jungen Qualifikanten Jonas Zaric, war bereits der sechste Sieg des HTT AO Finalisten von 2025 beim Februar HTT 500 Turnier in Serie.
Luca Kiss mit HTT Karriere-Turnierstart Nr. 120
Für die Nr. 8 des Turniers war hingegen bereits am Samstag Endstation in Runde 1. Luca Kiss musste sich wie schon bei seinem ersten Februar HTT 500 Antreten im Jahr 2023 gleich im ersten Match geschlagen geben. Den 20jährigen ereilte im Auftakt-Match seines 120. HTT Turnierstarts gegen den 31jährigen HTT-Neuling Nils Winkler mit 4:6, 2:6 das Aus, womit der Jubiläums-Auftritt in die Hose ging. Mit nunmehr 120 absolvierten HTT-Turnieren, nähert sich Luca aber mit Riesenschritten seinem berühmten Vater Mario Kiss, der es in seiner erfolgreichen HTT Karriere auf 124 Turnierstarts brachte, und dabei mit 12 Turniersiegen, darunter den HTT Grand Slam Erfolgen in HTT Wimbledon 2007, sowie bei den HTT AO und HTT French Open 2008 glänzen konnte. Apropos direkter Vergleich im Hause Kiss: Während Sohnemann Luca mit bisherigem Karriere-High-Ranking Nr. 23, bei aktuell 113 Einzelsiegen hält, schaffte es Papa Mario als ehemalige Nummer 1 der HTT in seiner aktiven Laufbahn in 124 Turnieren immerhin 227 HTT-Match-Siege einzufahren.
