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Grand-Slam-Turniere einigen sich auf 10-Punkte-Tiebreak im letzten Satz

Das kommt überraschend: Bei den Australian Open, French Open, in Wimbledon und bei den US Open soll der entscheidende Satz nun einheitlich in einem verlängerten Tiebreak entschieden werden.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 16.03.2022, 12:20 Uhr

Wenn schon French Open, dann vor (voll?) besetzten Rängen
© GEPA Pictures

Vorbei ist's mit der Unübersichtlichkeit - wie wird welcher Entscheidungssatz bei den Grand-Slam-Turnieren entschieden. Nicht mal ganz so selten war es in den vergangenen Jahren so weit gegangen, dass sich selbst die Spieler noch mal kurz beim Schiedsrichter erkundigen mussten, wie denn nun die aktuelle Regel aussehe./

Nun ist klar: Alle vier Grand-Slam-Turniere werden im entscheidenden Satz mit einem Tiebreak entschieden - bis ein Akteur zehn Punkte hat (bei zwei Punkten Differenz). Das gab Wimbledon nun stellvertretend für alle Majors bekannt.

"Im Namen der Australian Open, Roland-Garros, Wimbledon und der US Open freut sich das Grand Slam Board, die gemeinsame Entscheidung bekannt zu geben, bei allen Grand Slams einen 10-Punkte-Tie-Break zu spielen, der bei einem Spielstand von insgesamt sechs Spielen im letzten Satz gespielt wird.

Nach ausführlichen Beratungen mit der WTA, der ATP, der ITF und den Tennisspielern basiert die Entscheidung des Grand Slam Boards auf dem Wunsch, die Spielregeln bei den Grand Slams einheitlicher zu gestalten und so das Erlebnis für Spieler und Fans zu verbessern", so heißt es.

Grand-Slam-Entscheidungen erst mal auf Probe

Bis vor wenigen Jahren waren die US Open das einzige Grand-Slam-Turnier, das einen Tiebreak im Entscheidungssatz spielen ließ.

Nach extremen Marathonmatches (Isner - Mahut 2010, Isner - Anderson 2017 in Wimbledon) orientierte man sich um. Die Australian Open führten einen Tiebreak im finalen Satz bis zehn Punkte ein, Wimbledon einen regulären Tiebreak beim Spielstand von 12:12 im letzten Satz. Die US Open behielten ihren Tiebreak beim 6:6. Nur die French Open spielten noch den letzten Satz aus, bis zum finalen Break.

Nun also hat man sich geeinigt, bereits bei den kommenden French Open soll das neue System in Kraft treten. Offenbar erst mal auf Probe: "Der Grand-Slam-Vorstand plant, die Studie im Laufe eines vollen Grand-Slam-Jahres in Absprache mit der WTA, ATP und ITF zu überprüfen, bevor eine dauerhafte Regeländerung beantragt wird."

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von Florian Goosmann

Mittwoch
16.03.2022, 11:39 Uhr
zuletzt bearbeitet: 16.03.2022, 12:20 Uhr