Grand Slams: In Australien endlich wieder mit voller Kapelle?

Nur eines von vier Grand-Slam-Turnieren 2022 hat alle Top-Ten-Spieler der Männer am Start gesehen. in der kommenden Saison wird sich das hoffentlich wieder ändern.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 15.09.2022, 11:06 Uhr

Eines der besten Matches des Jahres 2022: Novak Djokovic gegen Rafael Nadal in Roland Garros
© Getty Images
Eines der besten Matches des Jahres 2022: Novak Djokovic gegen Rafael Nadal in Roland Garros

Die Grand-Slam-Turniere sind die Leistungsschauen des Tennissports. Und für diese Schaufenster sollten selbstredend auch die besten Spieler des Planeten verfügbar sein. In der aktuell laufenden Saison hat sich das indes als schwierig erwiesen - verschiedenen Umständen geschuldet. Lassen wir die vier Majors 2022 also kurz Revue passieren …

Australian Open ohne Djokovic und Ruud

Der erste Höhepunkt des Jahres musste ohne Novak Djokovic und Casper Ruud über die Bühne gehen. Djokovic, Anfang des Jahres der Branchenleader der ATP, war in Melbourne zwar präsent, hatte aber die Rechnung ohne die australischen Behörden gemacht, die ihm die endgültige Einreise und die Teilnahme an den Australian Open verweigerten. Bei Ruud waren es banalere Gründe, die einem Antreten entgegenstanden: Der Norweger, zu jenem Zeitpunkt die Nummer acht der Welt, hatte mit Rückenproblemen zu kämpfen.

Bilanz: acht von zehn Top-Ten-Spielern am Start

French Open mit voller Kapelle

Heureka! Das Turnier in Roland Garros war das einzige Major des Jahres, an dem die damals aktuellen Top-Ten-Spieler auch tatsächlich teilnehmen konnten. Was gleich für ein paar Instant Classics gesorgt hat: die Viertelfinali zwischen Alexander Zverev und Carlos Alcaraz bzw. zwischen Rafael Nadal und Novak Djokovic etwa. Oder die Vorschlussrunde, in der sich Zverev im Match gegen Nadal nach drei Stunden Spielzeit, aber noch nicht einmal zwei fertig gespielten Sätzen am Sprunggelenk verletzte.

Bilanz: volle Punktzahl

Wimbledon ohne Zverev, Medvedev, Rublev

An der Church Road waren in diesem Jahr keine russischen Spieler erwünscht, was dem Branchenprimus am 27.06., Daniil Medvedev, und dem damals Achten der Charts, Andrey Rublev, zwei unfreiwillig freie Wochen bescherte. Alexander Zverev dagegen grüßte da vom Krankenbett. Und auch Matteo Berrettini, wiewohl „nur“ Nummer elf, aber einer der Mitfavoriten, musste spät seine Teilnahme stornieren - aufgrund einer Corona-Infektion.

Bilanz: nur sieben Top-Ten-Spieler am Start

US Open ohne Djokovic und Zverev

Das leidige Thema der fehlenden Impfung hat Novak Djokovic einen spielfreien Sommer beschert, die beiden Woche bei den US Open mit eingeschlossen. Und Alexander Zverev hätte gerne gemocht. Wie die erneute Verletzung am Knöchel in der Vorbereitung auf den Davis Cup gezeigt hat: New York wäre für die deutsche Nummer eins erst recht zu früh gekommen.

Bilanz: Acht von zehn dabei

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Donnerstag
15.09.2022, 14:28 Uhr
zuletzt bearbeitet: 15.09.2022, 11:06 Uhr

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