Großes Tennis bei "Next up now" in Kitzbühel - Alexander Antonitsch: "Gekommen, um zu bleiben"

Thijs Boogaard hat die Erstaustragung des "Next up now"-Einladungsturniers in Kitzbühel für sich entschieden. Ein Event, um die Jugend zu fördern und erstmals in Kontakt mit dem ATP-Gefüge zu bringen. Turnierdirektor Alexander Antonitsch zieht Bilanz. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 01.08.2022, 17:21 Uhr

Erstmals gaben sich sechs U14-Youngsters in Kitzbühel die Ehre
Erstmals gaben sich sechs U14-Youngsters in Kitzbühel die Ehre

Die Generali Open in Kitzbühel feierten 2022 einen ganz besonderen Neuzugang: Erstmals wurde in diesem Jahr nämlich im Zuge des ATP-250-Events mit "Next up now" ein Einladungsturnier für U14-Spieler abgehalten, um jungen Talenten eine Bühne - und einen finanziellen Bonus für die weitere Entwicklung zu bieten. 

Über 9.000 Euro Entwicklungsgeld darf sich Champion Thijs Boogaard nach seinem klaren Finalerfolg über Carel Ngounoue freuen. Der Holländer hatte sich erst vor wenigen Tagen bei der U14-Europameisterschaft durchsetzen können. Dementsprechend hoch ist auch das Interesse an Boogaard, wie Alexander Antonitsch gegenüber tennisnet.com erklärt: "Den haben ja bereits einige vor Augen. Der Manager von Medvedev und Nishikori hat ihn schon unter seinen Fittichen. Der ist also schon am Radar der großen Agenturen."

Debüt ein voller Erfolg 

In Kitzbühel gab sich der Holländer sehr entspannt, habe "von der ersten bis zur letzten Minute einen leichten Schmunzler auf den Lippen gehabt", wie Antonitsch erklärt. Und auch spielerisch wusste der amtierende U14-Europameister zu überzeugen: "Für sein Alter spielt er extrem clever, extrem kompakt." Sportlich habe das gesamte Event großartige Leistungen zu Tage gefördert, auch die Fans am Grandstand - der unter freiem Eintritt besucht werden konnte - seien überrascht ob der hohen spielerischen Qualität der Nachwuchsspieler gewesen. 

Alles in allem sei die Erstaustragung des "Next up now" für die Veranstalter also ein voller Erfolg: "Die Spieler waren mega begeistert. Die wurden ja von uns eingeladen,  wir haben Flug- und Hotelkosten übernommen, sie waren in der Player’s Lounge bei uns", erklärt Antonitsch. "Einziger Wermutstropfen ist, dass wir das Finale aufgrund des Wetters nicht am Center Court spielen konnten", so der Turnierdirektor. "Bei der Siegerehrung habe ich dann aber richtig gemerkt, wie die Jungs da leicht zu zittern beginnen, weil das Stadion noch super gut gefüllt war nach dem Einzel."

Kitzbühel möchte Jugend fördern

Ziel der Veranstaltung sei es, die Jugend zu fördern - und mit den Gegebenheiten auf der ATP-Tour erstmals vertraut zu machen, wie Antonitsch betont: "Mir geht es darum, dass diese jungen Spieler ein Glänzen in den Augen haben, dass sie neue Erfahrungen machen und dass die ATP nicht so weit weg ist von den Jugendspielern", erklärt der 56-Jährige. "Wir wollen näher ran an die Spieler mit unserem Turnier in Kitzbühel, damit sie dieses ATP-Gefüge kennenlernen und erfahren, was hier einmal vielleicht auf sie zukommen könnte."

Das scheint auch der ATP imponiert zu haben, wie Antonitsch erklärt. "Man hat uns gesagt, dass man unter Umständen noch ein paar mehr Turniere zusammenbekommen und eine Art Serie ins Leben rufen könnte, bei der sich die Jungs vielleicht für Turin qualifizieren könnten. Das wäre natürlich ein Traum für eine solche Veranstaltung." Und für den Turnierdirektor steht fest: "Das U14-Event in Kitzbühel ist gekommen, um zu bleiben."

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von Michael Rothschädl

Montag
01.08.2022, 19:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 01.08.2022, 17:21 Uhr