Größte Rivalität im Herrentennis? Federer gegen Nadal feiert zehnjähriges Jubiläum
Roger Federer und Rafael Nadal trafen heute vor zehn Jahren zum allerersten Mal aufeinander.
von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet:
28.03.2014, 10:43 Uhr

Heute vor genau zehn Jahren standen sie sich das erste Mal gegenüber. Roger Federer und Rafael Nadal lieferten sich beim ATP-Turnier in Miami ihr erstes von bislang 23 Duellen. Nur fünf Duelle im Herrentennis wurden öfter ausgetragen als die Aufeinandertreffen zwischen dem „Maestro" aus der Schweiz und dem „Stier aus Manacor" - unter anderem die Duelle Nadal gegen Djokovic und Federer gegen Djokovic. Federer war damals bereits ein Star und die aktuelle Nummer eins der Weltrangliste. Nadal hingegen war mit seinen 17 Jahren ein Frischling auf der Tour, aber trotzdem bereits die Nummer 34 der Welt. In der dritten Runde in Miami kam es am 28. März 2004 zum ersten Duell der beiden Superstars im Tennis. Federer reiste mit zwei Turniersiegen in Folge (Dubai und Indian Wells) im Gepäck nach Florida.
Allerdings war der Schweizer nicht ganz bei Kräften. „Es war ein hartes Turnier. Ich kam mit einem Sonnenstich aus Indian Wells an, nachdem ich Tim Henman im Finale besiegte hatte. Ich war im Bett für vier oder fünf Tage und bin dann hierher gekommen", blickte Federer zehn Jahre später in Miami auf das erste Duell zurück. Nadal bewies gleich im ersten Match gegen Federer, warum er dessen absoluter Angstgegner ist. Der Spanier setzte sich glatt mit 6:3, 6:3 durch. „Er hat großartig gespielt und ich war beeindruckt, was ich gesehen habe. Jeder hat gedacht, dass er nur ein Sandplatzspieler ist. Er hat bewiesen, dass er viel mehr ist als das. Er hat weitergemacht und diese tolle Karriere hingelegt, die viele von ihm erwartet haben", erzählte Federer.
Nadals Sieg kam nicht überraschend
„Ich hatte Angst, dass er 6:1, 6:1 gewinnen könnte. Ich habe fast perfektes Tennis gespielt. Ich habe extrem gut aufgeschlagen. Wahrscheinlich habe ich in meinem Leben noch nie so gut aufgeschlagen. Das war der Schlüssel", kommentierte Nadal damals seinen Sieg gegen Federer, der wegen einer Grippe nicht vollständig hatte trainieren können. „Natürlich hat er nicht sein bestes Tennis gespielt. Wenn er sein bestes Tennis gespielt hätte, hätte ich keine Chance gehabt", sagte Nadal weiter. Federer wollte das nicht als Ausrede gelten lassen und lobte seinen Kontrahenten in höchsten Tönen. „Er hat einige unglaubliche Schläge gemacht. Das ist, was die jungen Kerle tun. Ich habe viel von ihm gehört und habe ein paar seiner Matches gesehen. Daher ist das keine große Überraschung für mich."
Ein Jahr später in Miami kam es zum zweiten Duell zwischen den beiden Tennis-Großmeistern - diesmal im Endspiel. Federer revanchierte sich für die Niederlage aus dem Vorjahr und bezwang Nadal nach 0:2-Satzrückstand mit 2:6, 6:7 (4), 7:6 (5), 6:3, 6:1, nachdem er im Tiebreak des dritten Satzes mit 3:5 zurückgelegen hatte. Seitdem haben sich die beiden viele denkwürdige und spektakuläre Matches geliefert. In den meisten Fällen hatte Nadal das bessere Ende auf seiner Seite, so zum Beispiel in vier Endspielen bei den French Open sowie im legendären Wimbledonfinale im Jahr 2008. Das Head-to-head spricht mit 23:10 eindeutig für Nadal. In den Grand-Slam-Duellen führt der Spanier deutlich mit 9:2. Federer konnte auf der ganz großen Bühne nur die Endspiele in Wimbledon in den Jahren 2006 und 2007 für sich entscheiden.(Text: cab)
