"Unser Rasen ist besser als der in Wimbledon!"
Rasenpfleger Thorn verrichtet mit seinem Team Schwerstarbeit, um den Rasen für Halle in einen Top-Zustand zu bringen.
von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet:
21.05.2010, 17:23 Uhr

Bald geht es wieder los! Noch gut zwei Wochen haben Phil Thorn und sein Team Zeit, den Rasenbelag für die 18. Gerry Weber Open in Form zu bringen. Eine dieses Jahr ganz besonders schwere Aufgabe für den Greenkeeper. Der ungewohnt lange, frostige Winter erschwerte ihnen dieses Unterfangen ungemein. „Als der Schnee endlich abtauen konnte, war der Rasen an einigen Stellen in Mitleidenschaft gezogen worden“, erläutert Thorn das Problem.
800 Quadratmeter Rasen müssen jedes Jahr rechtzeitig in Turnierform gebracht werden. Eine Herkules-Aufgabe. Zum Glück haben der gebürtige Brite Thorn und sein Team herausragende gärtnerische Fähigkeiten, so dass sie auch dieses Mal auf einem guten Weg sind, einen optimalen Rasen präsentieren zu können.
In den nächsten Tagen geht es mit dem Transport los: Zweimal einen Meter große Rasenstücke werden in die ostwestfälische Eventarena geliefert und passgenau zusammengefügt. Dafür ist reichlich Muskelkraft von Nöten und die wird Thorn und seinem Team auch abverlangt. „Jede Palette wiegt 800 Kilogramm, aufgrund der Frostperiode und der damit verbundenen Nässe sogar durchaus mehr.“, sagt der Greenkeeper.
Noch zeigt sich Thorns Rasen hartnäckig im Wachstum. “Normalerweise mähen wir den Rasen vier bis fünf Mal pro Woche. Derzeit kommen wir mit zwei Schnitten aus.“, schildert Thorn, scheint aber dennoch gewappnet, denn in Halle wird weiter am Rasen gefeilt werden: „Wir haben ein wandelbares Stadiondach und eine Heizung. Zudem haben wir seit zwei Jahren eine Rasenbelüftung installiert, unseren sogenannten Riesenföhn, der die Feuchtigkeit minimiert.“
Thorn wird seinen Job machen. Er ist sich sicher: „Wir werden bestmögliche Platzverhältnisse bieten können.“, und fügt mit einem Augenzwinkern dann sogar noch hinzu: „Unser Rasen ist besser als der in Wimbledon!“ Sollte beim ATP-Turnier in Halle also kein Deutscher triumphieren, können wir wenigstens auf unseren Rasen stolz sein.
