Hat Carlos Alcaraz dieselben Achillesfersen wie Rafael Nadal?
Carlos Alcaraz hat noch große Ziele. Die sich mit jenen historischen von Rafael Nadal decken. Und an denen der legendäre Linkshänder teilweise gescheitert ist.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
04.02.2026, 18:03 Uhr

Rafael Nadal und Carlos Alcaraz haben sich am Sonntag in den Katakomben der Rod Laver Arena sehr herzlich umarmt, die Gratulationen von Rafa an seinen Landsmann fielen sicherlich sehr ehrlich aus. Alcaraz hält nun bekanntlich bei sieben Grand-Slam-Titeln, auf Nadal fehlen dann doch noch 15. Fraglich, ob Carlos Alcaraz diese Marke einholen wird können, ja, ob das überhaupt ein Ziel der aktuellen Nummer eins der Welt ist.
Die hat Alcaraz in seiner Abschiedspressekonferenz nach den Australian Open nämlich anders definiert: Er möchte alle ATP-Masters-1000-Events mindestens einmal gewonnen haben. Ebenso die ATP Finals. Das ist bislang nur einem Spieler gelungen - nämlich Novak Djokovic (dem sogar mindestens zwei Mal).
Nadal am Saisonende weniger erfolgreich
Was fehlt Carlos Alcaraz auf seiner Liste also noch: Da wäre zunächst einmal das 100er in Kanada, das in diesem Sommer in Montreal ausgetragen wird. 2025 hat Alcaraz auf einen Start in Toronto verzichtet, vielleicht wird es ja diesmal etwas. Und im Herbst strebt er einen Premierentitel in Shanghai und bei den Paris Indoors an. Und damit sind wir auch schon wieder bei Rafael Nadal: Denn der konnte die beiden letztgenannten Turnier auch nie gewinnen.
Genauso wenig wie die ATP Finals. Was natürlich damit zusammenhängt, dass diese stets auf Hartplatz ausgetragen wurden. Einerseits verständlich, weil ja ab Mitte des Sommers nur auf diesem Untergrund gespielt wird. Aber auch ein bisschen unfair den Sandplatz-Experten gegenüber. Im großen Saisonfinale hat Rafael Nadal also nie so geglänzt wie noch im Frühjahr auf Sand. Und Landsmann Carlos Alcaraz hat im Moment noch dieselbe Achillesferse.
Ein Championat auf 1000er-Level hat Nadal aber eingefahren, das sein jüngerer Landsmann nie erreichen wird können: jenes in Hamburg. Denn im Gegensatz zu 2008 wird am Rothenbaum längst nur noch um 500 Zähler für den Turniersieger gespielt.
