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Hat Damian Roman ein Dauer-Abo auf den HTT Ranglisten-Thron?

Mit dem Ende der 26. Auflage des März Masters Series 1000 Turniers in der Südstadt hat sich die Hobb...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 15.04.2022, 03:18 Uhr

Mit dem Ende der 26. Auflage des März Masters Series 1000 Turniers in der Südstadt hat sich die Hobby Tennis Tour in die traditionelle Osterpause verabschiedet. Zeit für uns daher, nach dem ersten Saisonviertel 2022 mit 28 absolvierten Einzel-Turnieren eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen, und auch einen Blick auf die aktuellen Rankings zu werfen. Ein Bericht von C.L

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Vielfalt in den Ergebnislisten, Eintönigkeit an der Ranking-Spitze

25 verschiedene Turniersieger aus sechs Nationen findet man in den Ergebnislisten aus den ersten 28 Turnieren des Jahres 2022. Nur HTT Branchen-Primus Damian Roman aus Rumänien, der aufstrebende Jungstar Noah Alishaev, und Russlands HTT Evergreen Stanislav Perepelkin konnten im Verlauf der ersten drei Monate titelmäßig “doppeln”. Ansonsten erfreut sich der HTT Circuit in der hoffentlich ersten vollen Saison nach Corona, an einer beinahe unheimlichen Breite an Sieg-Kandidaten und einem überaus anspruchsvollen Niveau, das Damian Roman & Co bislang in der heurigen Saison dargeboten haben. So vielfältig sich die Ergebnislisten des ersten Saisonviertels also auch lesen, so eintönig geht es an der Spitze der HTT Computer-Rangliste zu. Und das mittlerweile schon seit über zweieinhalb Jahren. Auch der Blick auf die neueste Ausgabe des HTT Entry Rankings kann darüber nicht hinweg täuschen. An der Spitze der Rangliste ist eine lähmende Fadesse eingetreten, eine die kein gutes Bild auf die ach so stark geredete Next Generation der HTT wirft. Es ist weit und breit kein aussichtsreicher Aspirant aus der jungen Garde auszumachen, der den auf dem Ranglisten-Thron fast schon verwurzelt scheinenden Damian Roman stürzen könnte. Augenblicklich führt der 39jährige Routinier vom TC Strebersdorf mit unglaublichen 4.780 Punkten Vorsprung auf einen ersten Verfolger, der vermutlich längst seine Karriere auf der HTT beendet hat.

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“Es ist alles nur eine Sache der Organisation”

Ja, es ist ein wahrlich trauriges Bild, das die Verfolger von Damian Roman in Sachen “Rankings” abgeben. Ein 39jähriger hält die gesamte Tennis-Szene Ostösterreichs zum Narren, und führt die wohl prestigeträchtigste Rangliste im österreichischen Breitensport mit fast 5000 Punkten Vorsprung auf einen Spieler an, der seit vier Monaten von der Bildfläche verschwunden ist, und anno 2022 noch nicht einen einzigen Ball auf der HTT geschlagen hat. Das ist fast schon als Armutszeugnis für die Konkurrenz des seit vergangenen Dienstag 31fachen Turniersiegers aus Negresti Oas zu werten. Natürlich spielt der frischgebackene März Masters Series 1000 Champion um ein vielfaches mehr an Turnieren als die Gegnerschaft. Doch auch das hat Gründe. Viele der eigentlich im besten Tennisalter aufschlagenden Konkurrenten Romans sind weder körperlich noch mental in der Lage, dem HTT Branchen-Primus in Sachen Turnierteilnahmen das Wasser zu reichen. Vielen der selbst ernannten Roman-Jäger, die vor der Saison noch vollmundig ihren Angriff auf die “Finals” oder die Top 3 angekündigt hatten, sind was das nötige Zeitmanagement anbelangt, vollkommen unorganisiert. Dabei wäre es so einfach! “Es ist alles nur eine Frage der Organisation”, lüftete der HTT Dominator anlässlich eines Interviews zu seinem 300. HTT Karriere-Einzelsieg das Geheimnis seines Erfolges.

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Die beiden Hoffnungsträger auf einen Nummer 1-Wechsel

Wie lange aber müssen wir uns jetzt tatsächlich noch mit der Dominanz des HTT Altmeisters an der Spitze der Rangliste abfinden? Wenn sich nicht bald ein Spieler konkret mit dem Ziel, Nummer 1 der Hobby Tennis Tour zu werden anfreundet, dann wird uns die Tristesse um den HTT Ranglisten-Thron noch einige Zeit lang beschäftigen. Vorerst braucht sich Damian Roman nämlich für die nähere Zukunft keine Sorgen um seinen Platz an der Sonne zu machen. Bis weit in den Herbst 2022 hinein, wird sich in der Beletage der HTT Computer-Rangliste nichts Nennenswertes tun. Die Hoffnungen auf einen Wechsel ganz oben, und auf frischen Wind und Bewegung im statisch gewordenen Rennen um die Nummer 1, ruhen eigentlich nur auf zwei Spielern. Da wäre einmal HTT US Open Sieger Rene Gräflinger, der nach seinem Semifinal-Aus beim März Masters Series 1000 Turnier in der Südstadt ankündigte, sich ab dem Sommer mehr auf die HTT konzentrieren zu können. Und die zweite große Hoffnung auf einen Wechsel an der Ranglisten-Spitze hört auf den Namen Lukas Prüger. Insidern zufolge, hatte der 20fache Turniersieger vom Schwechater TC für 2022 eigentlich geplant, das Angebot des HTT Veranstalters in die Tat umzusetzen, wonach es für jenen Spieler 10 Euro pro Saison-Einzelsieg geben soll, der zum Jahresende Damian Roman vom HTT Thron stürzen würde. Aktuell ist Prüger krankheitsbedingt nicht in der Lage, konkurrenzfähig Tennis zu spielen. Hinter diesen beiden Hoffnungsträgern wird es leider “zappenduster”.

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Damian Roman übernimmt nach 1000er-Titel in der Südstadt erstmals in dieser Saison die Führung im “Race to La Ville”

Wie klar die Machtverhältnisse auf der Hobby-Tennis-Tour aktuell verteilt sind, zeigt auch ein Blick auf die Jahreswertung “Race to La Ville”, die viele Spieler angesichts der durch Corona immer noch verworrenen Entry-List, als die aussagekräftigere Rangliste sehen. Und auch dort hat Damian Roman nach seinem März Masters Series 1000 Triumph erstmals in diesem Jahr die Führung von HTT Australian Open Sieger Nick Ihlenfeld übernommen. 800 Punkte rangiert er vor dem ersten Verfolger, sogar über zwölfhundert Zähler vor den beiden erwähnten Hoffnungsträgern Lukas Prüger und Rene Gräflinger.  Auf einem guten Weg zu den HTT Finals Ende November im UTC La Ville sind nach dem ersten Saisonviertel auch Nordmazedoniens Jungstar Tarik Mustafik, Schwedens Youngster Elias Steinbichl, sowie das Routiniers-Duo Amel Bisevac und Vladimir Vukicevic, die beide zuletzt vorzeigten, wie man Damian Roman in großen Endspielen schlagen kann. Nur reichen sporadische Erfolge eben nicht, um auf Dauer dem unermüdlichen Damian Roman beikommen zu können.

 

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