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Vor 15 Jahren: Rafael Nadal gibt seine Premiere in Roland Garros

Rafael Nadal und Roland Garros - das ist vielleicht die größte Liebesgeschichte im Tennissport. An deren Beginn ein Match gegen einen Deutschen stand.

 

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 26.05.2020, 17:02 Uhr

Rafael Nadal in Roland Garros 2005
© GEPA Pictures
Rafael Nadal in Roland Garros 2005

Zu sagen, Rafael Nadal wäre komplett unbeachtet zu seinen ersten French Open im Jahre 2005 angereist, wäre schlichtweg falsch: Der zu Turnierbeginn noch 18-Jährige hatte im Vorfeld von Roland Garros die Titel in Costa do Sauipe, Acapulco, Monte Carlo, Barcelona und Rom geholt, allesamt auf Asche. Das hatte Nadal Rang vier in der Setzliste eingebracht, der damalige Weltranglisten-Zweite Lleyton Hewitt ließ das Turnier aus.

Am 23. Mai 2005 nahm Rafael Nadals Reise also ihren Ausgang, an deren bisherigen Ende zwölf French-Open-Titel stehen. Und der erste Spieler, der sich Nadal ergeben musste, war ein Deutscher: Lars Burgsmüller durfte in der Stierkampfarena, dem legendären Court 1, aus erster Reihe miterleben, wie einer der großen Runs der Tennisgeschichte seinen Ausgang nahm.

Nadal schlägt Federer im Halbfinale

Nach dem glatten Erfolg gegen Burgsmüller hielt sich Nadal weder mit Xavier Malisse noch Richard Gasquet lange aus, in der vierten Runde forderte Sebastian Grosjean den Mallorquiner immerhin so weit, dass Nadal einen Satz abgeben musste. Das Viertelfinale gegen David Ferrer geriet nach einem knappen ersten Durchgang zur klaren Angelegenheit, in der Vorschlussrunde wartete Turnierfavorit Roger Federer. Der Viersatz-Sieg Nadals gab indes schon einen Ausblick darauf, dass für Federer in Roland Garros gegen seinen Langzeitrivalen nie etwas zu holen sein würde (das jüngste Treffen gab es im Halbfinale 2019, das Nadal in drei Sätzen gewann).

In seinem ersten Endspiel eines Grand-Slam-Turniers bekam es Rafael Nadal dann schließlich mit Mariano Puerta zu tun, der sich im Halbfinale in fünf Sätzen gegen Nikolay Davydenko hatte durchsetzen können. Der Russe hat gegen Nadal traditionell immer eine gute Figur abgegeben, Puerta dagegen, der später in seiner Karriere wegen eines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Richtlinien gesperrt wurde, konnte nur im ersten Akt dagegenhalten. Rafael Nadal gewann mit 6:7 (6), 6:1, 6:3 und 7:5 - und sollte bis ins Jahr 2009 in Roland Garros ungeschlagen bleiben.

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Dienstag
26.05.2020, 14:45 Uhr
zuletzt bearbeitet: 26.05.2020, 17:02 Uhr